FCL knackt Straßberger Abwehrbollwerk

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 Can Bozoglu (Zweiter von rechts) besorgte das 2:0 für den FC Leutkirch.
Can Bozoglu (Zweiter von rechts) besorgte das 2:0 für den FC Leutkirch. (Foto: Josef Kopf)
Oliver Weishaupt

Im letzten Spiel des Jahres hat der FC Leutkirch in der Fußball-Landesliga den zweiten Heimsieg nacheinander eingefahren. Eine Woche nach dem 3:1-Erfolg gegen den SV Ochsenhausen besiegten die Leutkircher im ersten Rückrundenspiel den TSV Straßberg mit 2:0 (1:0) und revanchierten sich für die 0:3-Hinspielniederlage zum Saisonauftakt. „Es war sehr, sehr wichtig, dass wir defensiv gut stehen. Ich denke, der Sieg ist verdient. Wir haben gegen einen starken Gegner, der defensiv gut organisiert ist, zwei Tore gemacht und keines zugelassen“, zeigte sich FCL-Trainer Bruno Müller zufrieden mit dem Auftritt seines Teams. „Mich freut es, dass wir nochmal nachgelegt haben. Das gibt uns hoffentlich Mut und Zuversicht für die Rückrunde.“

Erstmals blieb Leutkirch in dieser Saison ohne Gegentreffer und schaffte es als erst zweite Mannschaft nach dem TSV Berg, gegen die beste Defensive der Liga mehr als einen Treffer zu erzielen. Durch den Sieg baute der FCL seine Serie auf drei Spiele ohne Niederlage aus, kletterte mit nun elf Punkten auf Tabellenplatz 14 und darf bei nur noch sechs Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz positiv gestimmt in die Winterpause gehen.

Nachdem Felix Hoff sich einsatzbereit gemeldet hatte, begann der FC Leutkirch die Partie gegen den TSV Straßberg mit derselben Startelf wie gegen den SV Ochsenhausen. „Es hat letzte Woche gut funktioniert, daran wollten wir anknüpfen“, begründete Müller seinen Verzicht auf personelle Veränderungen.

Vojnovic erzielt Führung

Beide Mannschaften versuchten, auf dem Leutkircher Kunstrasenplatz aus einer sicheren Abwehr heraus kontrolliert nach vorne zu spielen. Tormöglichkeiten entstanden deshalb häufig aus Standardsituationen. Besonders gefährlich wurde es in der elften Spielminute, als ein von Straßbergs Marcel Kosic aus rund 35 Metern abgefeuerter Freistoß-Hammer nur knapp am linken Pfosten des FCL-Tores vorbeirauschte. In der 19. Minute hatten dann die Leutkircher ihre bis dahin beste Möglichkeit. Per Doppelpass schickte Nikica Vojnovic den pfeilschnellen Malick Dambel über die linke Außenbahn auf die Reise. Dessen aus vollem Lauf abgegebenen Schuss lenkte Straßbergs Torwart Christopher Kleiner jedoch zur Ecke. In der 38. Minute konnte der FC Leutkirch die bärenstarke Defensive der Gäste, die in den 15 Spielen zuvor lediglich zehn Gegentore zugelassen hatten, zum ersten Mal überwinden. Für einen Moment hatte Vojnovic genügend Freiraum und deshalb die Zeit, um genau Maß zu nehmen und den Ball mit einem platzierten Schuss rechts neben dem Pfosten zur 1:0-Pausenführung im Gästetor unterzubringen.

Im zweiten Spielabschnitt intensivierten die Gäste aus Straßberg ihre Angriffsbemühungen und erhöhten den Druck auf die Leutkircher Defensive. 25 Minuten vor dem Ende wäre das Anrennen des Tabellensechsten um ein Haar mit dem Ausgleich belohnt worden. Bei einem Klärungsversuch kam der aus dem Tor stürmende, ansonsten sehr souverän agierende FCL-Schlussmann Paul Brünz zu spät, doch Straßbergs Kaan Altinsoy spitzelte den Ball am linken Torpfosten vorbei. Wie schon gegen Ochsenhausen verlegte sich Leutkirch aufs Kontern. Erst scheiterte Can Bozoglu noch an TSV-Keeper Kleiner, doch in der 77. Minute erhöhten die Allgäuer mit einem weiteren Entlastungsangriff auf 2:0. Zwar konnte Kleiner auch Dambels Schuss zunächst abwehren, doch den abprallenden Ball legte dieser überlegt in die Mitte ab, wo der freistehende Bozoglu das Leder unter die Latte knallte.

„Nach dem 0:1 mussten die Straßberger kommen. Unser Plan war, dass wir dann mit unseren Kontern in die Räume reinkommen. Das haben wir ein paar Mal gut gemacht, auch beim zweiten Tor“, lobte Bruno Müller seine Spieler.

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