Familienrock am Mühleweiher

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„Rock am Schilf“ ist auch ein Familienfest.
„Rock am Schilf“ ist auch ein Familienfest. (Foto: cho)
Christine Hofer-Runst

Wenn sich an einem lauen Sommerabend knapp 1000 Menschen auf den Weg nach Nannenbach machen, dann ist garantiert wieder „Rock am Schilf“. Ein Open-Air-Rockfestival, das durch seine familiäre Atmosphäre und die einmalige Lage schlichtweg einzigartig ist.

Die Organisatoren um Martin Schoder haben es wieder einmal geschafft, auch in der 14. Auflage, den Charakter der Veranstaltung zu erhalten. Auf der idyllischen Wiese mit Blick auf den Mühleweiher versammelten sich zahlreiche Familien, breiteten ihre Picknickdecken aus und genossen das Warm-up mit der Nachwuchsband „Empty Sheets“ aus Meggen. Die Jungs, alle im Teeniealter, eröffneten mit grundsolider Rockmusik den Abend.

Ein Euro als symbolischer Eintrittspreis und die Aussicht auf drei weitere hochklassige Rockbands, ließ den Besucherstrom nicht abreißen. Während auf der Bühne umgebaut wurde, konnten sich die Gäste für den weiteren Musikabend ausgiebig stärken, um dann bei „Kids of Adelaide“ richtig zu feiern und zu tanzen. Die beiden Stuttgarter Musiker begleiteten die Zuschauer mit feinstem Gitarrenrock in den Sonnenuntergang. Groß und Klein fanden die beiden Jungs ganz stark und der Platz vor der Bühne füllte sich rasant mit einem begeisterten Publikum.

Im Anschluss rockte „Seraphim“ die Bühne. Die vier Musiker aus Linz spielten klassische Rockmusik, in der Besetzung Gitarre, Bass und Schlagzeug. Mit ihren eingestreuten Indie-Hymnen trafen sie genau den Geschmack des Publikums und brachten die Stimmung auf ein unglaublich hohes Niveau.

Der eigentliche Höhepunkt des Abends war „Lausch“. Bei den drei Jungs aus Wien gab es dann auch mächtig was auf die Ohren. Hämmernde Bässe und atemberaubende Gitarrensoli ließen die Bühne und das ganze Festgelände beben und sorgten für beste Stimmung bis in die Morgenstunden.

Wer einmal bei „Rock am Schilf“ war, kommt garantiert wieder. Gäste von Ulm bis Oberstdorf sind erneut angereist, um sich zu treffen, einen schönen Abend zu verbringen, tolle Musik zu konsumieren und die Entspanntheit um die ganze Veranstaltung zu genießen. Martin Schoder hat mit seinem Organisationsteam erneut bewiesen, dass Nannenbach was zu bieten hat. Etwa 70 weitere Helfer waren im Einsatz und sorgten dafür, dass alles reibungslos ablief und ein rundum gelungenes Fest gefeiert werden durfte.

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