Fünf Demokratie-Projekte werden gefördert

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Redakteur Leutkirch

Für fünf neue Leutkircher Projekte gibt es Fördergelder aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“. Das hat der Begleitausschuss am Montag entschieden. Beraten wurde darüber, ob und in welchem Umfang finanzielle Mittel für die einzelnen Projekte zur Verfügung gestellt werden. Welche fünf Initiativen neu zum Förderprogramm zählen, teilt Maria Hönig, verantwortliche Koordinatorin für „Demokratie leben“, auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“ mit.

3800 Euro fließen für die Workshopreihe „Islam erklärt“ an die Leutkircher Volkshochschule. Bei vier Veranstaltungen soll es unter anderem um den Umgang mit Muslimen im beruflichen und persönlichen Alltag gehen. Ein Ziel des Workshops: Vielfalt leben.

Unterstützung gibt es auch für die Filmvorführung „Syrien, Land der Sonne“. Den Streifen produziert hat eine in Isny lebende syrische Familie, die vor dem Krieg geflohen ist. Im Film geht es um das Land Syrien. Darin werde – nach einer Würdigung des an Kultur, Geschichte und Industrie reichen Landes – der aktuellen Zerstörung gedacht und anschließend hoffnungsvoll in die Zukunft geblickt. Die Filmvorführung soll im Centraltheater stattfinden.

3000 Euro aus dem Fördertopf fließen an die Kunstschule Sauterleute für ihr Projekt mit dem Titel „One color still doesn’t make a rainbow“. Es handelt sich um eine Projekt-Fortführung. Themen, die behandelt werden, sind unter anderem: „Genderthematik interkulturell“, „Kindheiten im Krieg“, „Religions- und Kulturgeschichte“.

Zudem hat der Begleitausschuss Fördermittel für zwei Projekte gewährt, die erst 2019 umgesetzt werden. 1990 Euro gibt’s für einen Workshop mit dem Titel „Wurzeln und Flügel“. Die Veranstaltung soll unter anderem Wissen über die Funktionsweise von Rassismus vermitteln und für dieses Thema sensibilisieren.

10 000 Euro sollen derweil dafür verwendet werden, die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ in die Region zu holen. Konzipiert wurde das Projekt vom Anne Frank Zentrum in Berlin. Der Plan sieht auch vor, 30 Leutkircher Jugendliche dafür auszubilden, Schulklassen durch die Ausstellung führen zu können. Eines der Ziele: Sensibilisierung für grundlegende Menschenrechte.

Pro Jahr stehen aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“ insgesamt 44 000 Euro für Leutkircher Aktionen zur Verfügung.

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