Erster Leutkircher Schenktag stößt auf großes Interesse

Lesedauer: 3 Min

Großer Andrang herrscht am Samstag beim ersten Leutkircher Schenktag, der von Mitgliedern des katholischen Kinder- und Familien
Großer Andrang herrscht am Samstag beim ersten Leutkircher Schenktag, der von Mitgliedern des katholischen Kinder- und Familienzentrums St. Vincenz sowie zahlreichen Ehrenamtlichen organisiert wurde. (Foto: Gisela Sgier)
Redaktionssekretariat

Reger Andrang herrschte am vergangenen Samstag beim ersten Leutkircher Schenktag, der vom katholischen Kinder- und Familienzentrum im Gemeindehaus am Oberen Graben ins Leben gerufen wurde. Zahlreiche aussortierte Dinge wechselten dabei ganz umsonst ihren Besitzer.

Was für den einen wertlos ist, kann für den anderen durchaus noch von Nutzen sein. Dinge müssen nicht weggeschmissen oder neu produziert werden, sondern bleiben in der Verwertungskette. Genau das ist der Grund, weshalb das Team des katholischen Kinder- und Familienzentrums St. Vincenz, unter der Leitung von Petra Wiedemann und ihrer Kollegin Isabell Herrmann einen Schenktag ins Leben gerufen hat. Unterstützt wurde die Gruppe von Mitgliedern einer Jugend-Greenpeace-Gruppe, mehreren Sponsoren sowie von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern. Während zahlreiche Familien und Einzelpersonen nicht mehr benötigte Dinge, wie Kinderkleider- und Spielzeug, Taschen, Gebrauchsgegenstände oder elektrische Geräte anlieferten, fühlen sich andere wie im Schlaraffenland, denn jeder durfte umsonst mitnehmen, so viel er tragen konnte. Das zog. Da wurden Körbe und Taschen gefüllt und schnell mit nach Hause genommen.

Nicht alles konnte angenommen werden

„Wir konnten gar nicht alle Gegenstände annehmen, die die Leute gebracht haben, das hätte sonst den Rahmen gesprengt“, erklärte Wiedemann. Veraltete, defekte oder verschmutze Waren wurden von den Helfern aussortiert und kamen somit nicht auf die vielen Wühltische. „Wir hatten zunächst Angst, ob unsere Idee überhaupt bei den Leuten ankommt. Nach diesem Erfolg überlegen wir uns mit Sicherheit, den Schenktag als festen Termin im Jahreskalender zu etablieren“, sagte Wiedemann, die sich über einen gesitteten Ablauf der Veranstaltung ohne Gedrängel und Gerangel freute. Dinge die übrig geblieben sind, und die gestalteten sich recht übersichtlich, werden laut der Einrichtungsleiterin nicht weggeschmissen, sondern gehen entweder an die Kleiderstelle St. Martin oder an andere soziale Einrichtungen. Während der Schenkzeit boten Eltern selbst gemachte Kuchen zum Verkauf an. Der Erlös daraus kommt dem Kinder- und Familienzentrum zugute.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen