Endgültig in der Landesliga angekommen

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Zafer Ay (Mitte) hat mit dem FC Leutkirch eine positive Entwicklung in der Landesliga durchgemacht. Bestes Beispiel war der 2:0-
Zafer Ay (Mitte) hat mit dem FC Leutkirch eine positive Entwicklung in der Landesliga durchgemacht. Bestes Beispiel war der 2:0-Erfolg am letzten Spieltag gegen den TSV Straßberg. (Foto: Josef Kopf)
Sportredakteur

Sieben Punkte aus drei Spielen – die jüngsten Leistungen haben den Fußball-Landesliga-Neuling FC Leutkirch mit Zuversicht in die Winterpause gehen lassen. Obwohl die Mannschaft als Drittletzter noch tief im Tabellenkeller steckt, fällt die Zwischenbilanz des Sportlichen Leiters Patrick Straub zufrieden aus.

Das vorherrschende Gefühl in den letzten Wochen vor der Winterpause beim FC Leutkirch in der Fußball-Landesliga war: Erleichterung. Denn nach etlichen Niederlagen, die nicht selten unter der Kategorie „absolut unnötig“ abzuspeichern waren, stimmten zum Ende der Runde die Ergebnisse. Der FCL ist endgültig in der Landesliga angekommen. Elf Punkte hat die Mannschaft nun gesammelt, das ist zwar noch lange nicht ausreichend, um so richtig an den Klassenerhalt glauben zu dürfen, aber immerhin: Die ersten Monate in der neuen Liga sind unterm Strich ganz ordentlich gewesen.

„Nach einem holprigen Start hat sich die Mannschaft wirklich gut weiterentwickelt. Sie hat sich an das hohe Tempo gewöhnt, an die robustere Gangart, das körperliche Spiel“, sagt Patrick Straub. Er, der seit dieser Saison Sportlicher Leiter in Leutkirch ist, weiß, wovon er spricht. Denn noch in der vergangenen Spielzeit war er Trainer des FCL, führte die Mannschaft zum Aufstieg – und trat dann auf eigenen Wunsch etwas kürzer. „Für mich persönlich ist das eine supertolle Situation. Ich bin immer noch bei den Jungs. Ich habe immer noch den Bezug zur Mannschaft. Das freut mich riesig“, sagt er über seine ersten Monate in neuer Funktion.

Seinen Nachfolger Bruno Müller lobt Straub in den höchsten Tönen: „Ich bin der Meinung, dass Leutkirch einen richtig guten Trainer geholt hat – menschlich wie fachlich. Seine Ruhe und Erfahrung – das macht die Mannschaft noch stärker.“ Entscheidend für den bisherigen Saisonverlauf sei eine knappe Auswärtsniederlage gewesen, sagt Straub. Er meint das Spiel in Mengen. Da unterlagen die Leutkircher trotz 2:0- und 3:1-Führung noch mit 3:4. Aber: Alle hätten gespürt, dass da doch was geht. Das habe Selbstvertrauen gegeben, dass sich wenig später in erste zählbare Ergebnisse niederschlug.

1000. Pflichtspiel der Vereinsgeschichte steht an

Zum Ende der Hinrunde sei die Mannschaft dann endgültig in der Liga angekommen. Einem 1:1 in Kißlegg folgte ein 3:1 gegen Ochsenhausen und zum Abschluss ein 2:0 gegen Straßberg. Besonders dieses Spiel zeigte die Entwicklung, die die Leutkircher genommen haben. Denn am ersten Spieltag war der FCL einst in Straßberg noch nahezu chancenlos gewesen und 0:3 unterlegen.

Dass trotz der jüngsten kleinen Erfolgsserie nun Winterpause sei, sei gut. „Das ist ganz, ganz wichtig. Viele sind froh, dass wir jetzt endlich Pause haben“, sagt Straub. Nicht zuletzt die drei Trainingseinheiten pro Woche sei ungewohnt gewesen. Nun könnten sich alle mal etwas regenerieren, bevor Ende Januar wieder die Vorbereitung beginne. Dann vermutlich auch mit Bernd Häge, der wegen eines Kreuzbandrisses bisher komplett gefehlt hat. Und mit der Aussicht auf das 1000. Pflichtspiel der Vereinsgeschichte. Dieses nämlich bestreitet der FC Leutkirch am 9. März zum Start aus der Winterpause gegen den SV Dotternhausen.

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