„Ein guter Repräsentant der Stadt“

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 Das Elektrotechnische Museum und sein Förderverein organisieren jedes Jahr das Nostalgie-Café beim Leutkircher Also.
Das Elektrotechnische Museum und sein Förderverein organisieren jedes Jahr das Nostalgie-Café beim Leutkircher Also. (Foto: Archiv: sce)
Stellv. Redaktionsleiter/Redakteur Bad Wurzach

Das Elektrotechnische Museum befindet sich in der Eichenstraße 3. Gruppenführungen ab vier Personen sind nach Absprache möglich: Manfred Stör, Telefon 07561 / 912047.

„Was hier geleistet wird, ist beeindruckend. Ich bin jedesmal baff.“ So hat Peter Feuerstein die Arbeit des Elektrotechnischen Museums und seines Fördervereins zusammengefasst.

Feuerstein hielt als Vertreter der Heimatpflege Leutkirch ein kurzes Grußwort bei der Hauptversammlung des Vereins im Gasthof Rad. Das Museum sei „ein guter Repräsentant der Stadt“, so der Redner.

Und das wissen auch immer mehr Leutkircher, wie die in den vergangenen Jahren auf 59 Personen angewachsene Mitgliederzahl vermuten lässt. Mehr als 40 Personen kamen zur Hauptversammlung.

Diese eröffnete Vereinsvorsitzende Gerlinde Schweigert. Man habe das Jubiläumsjahr 2018 – gefeiert wurden 20 Jahre Elektrotechnisches Museum und zehn Jahre Museumsverein – „gut über die Bühne gebracht“, sagte sie und erinnerte insbesondere an die Eröffnung des Kinoraums im Museum. Dort kann man seine privaten, vielleicht auf dem Dachboden entdeckten Filme ansehen, unter anderem im Super-8-Format.

Schweigerts großer Wunsch für die Zukunft: Noch mehr Unterstützung, „damit dieses einmalige Museum weiter bestehen kann“.

Diese Einmaligkeit trat im Jahresrückblick des Museumsleiters Manfred Stör deutlich zu Tage. Bei der Moto Technica in Augsburg waren die Leutkircher ebenso vertreten wie, unter anderem, bei der Eröffnung der Bauernhausmuseen-Saison in Wolfegg, dem Oldtimertreffen auf Schloß Zeil, einer Sparkassen-Ausstellung in Ehingen, dem Dorffest in Rot/Rot und der Klassikwelt in Friedrichshafen.

Letztere bezeichnete Stör als Höhepunkt. Tausende Messebesucher seien zum Stand des Museums gekommen, der eine „Lebendige Puppenstube“ mit Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer und Friseurstube aufgebaut hatte. Zur noch laufenden Puppenausstellung im Haus Tanne in Eisenbach steuert das Museum ebenfalls Exponate bei.

Auch beim Altstadtsommerfestival Also im heimatlichen Leutkirch fehlte das Elektrotechnische Museum mit seinem Nostalgie-Café nicht. Ebenso öffnete es zum Internationalen Museumstag seine Pforten, beteiligte sich am Brunnenfest und stellte beim Clip-Contest des Jugendhauses die Requisiten.

Die meisten dieser Termine wiederholen sich in diesem Jahr. Wobei, wie meist, das Nostalgie-Café beim Also darauf angewiesen ist, dass leer stehende Räume vorhanden sind.

Neben den Ausstellungen gab und gibt es für Stör und die Vereinsmitglieder auch viele Baustellen in den Ausstellungs- und Lagerräumen. So entstand unter anderem ein rollstuhlgerechter Rundweg durchs Museum. Hunderte Stunden wurden dabei investiert. Und werden weiter investiert müssen, um die Räume auf Vordermann zu halten. Ganz wichtig ist Stör dabei eins: „Die Gemütlichkeit darf nicht zu kurz kommen.“ Und deshalb endet jeder Arbeitseinsatz mit einer kleinen Hockete.

Die Finanzlage des Vereins ist sehr gut. Dank des hervorragend besuchten Jubiläumswochenendes und großer Spendenfreudigkeit konnte der Verein sein Rücklagenpolster ordentlich ausbauen. Das ging aus dem Kassenbericht von Erika Sengele hervor. Das sei aber auch nötig, betonte Gerlinde Schweigert, denn es müssen noch einige neue Fenster eingebaut werden und in nicht allzu ferner Zukunft wird eine neue Heizung nötig sein.

Die Kassenprüfer Beate Stör und Georg Dicker bescheinigten Sengele eine „absolut vorbildliche Arbeit“. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

Das Elektrotechnische Museum befindet sich in der Eichenstraße 3. Gruppenführungen ab vier Personen sind nach Absprache möglich: Manfred Stör, Telefon 07561 / 912047.

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