„Ein ganz besonderer Freudentag für die Ortschaft Engerazhofen“

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Fast das ganze Dorf war auf den Beinen bei der Übergabe des neuen TSF (rechts neben der historischen Spritze und dem alten TSF)
Fast das ganze Dorf war auf den Beinen bei der Übergabe des neuen TSF (rechts neben der historischen Spritze und dem alten TSF). (Foto: Karl-Heinz Schweigert)
Schwäbische Zeitung
Karl-Heinz Schweigert

Vor 34 Jahren hatte die Löschgruppe des Dorfes „ihr erstes neues Feuerwehrauto bekommen, und wir hielten dieses immer in großen Ehren“, erinnerte sich Karl-Heinz Schäffeler bei der feierlichen Übergabe des neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs (TSF) am Freitagabend vor dem Gerätehaus. In seinen Worten schwang auch Stolz mit im Rückblick auf die mehr als drei Jahrzehnte, in denen das alte Fahrzeug seinen Dienst verrichtete.

Sicherheit und ein schneller Einsatz für die Ortschaften

Mit seinen Kameraden freut sich der Löschgruppenmeister nun, „dass wir ein hochmodernes, vielfältiges Fahrzeug zur Sicherheit und zum schnellen Einsatz für die Ortschaften Engerazhofen, Gebrazhofen und Merazhofen haben“. Der Dank des Gruppenleiters galt Leutkirchs Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle, dem Stadtrat und der Verwaltung sowie Kommandant Michael Klotz.

Die beiden Genannten bekräftigten in ihren Grußworten, dass nun „erneut ein besonderer Freudentag für die Ortschaften ist“. Nach langen, aber letztendlich erfolgreichen Verhandlungen mit dem Innenministerium sei eine für die Flächengemeinde Leutkirch optimale Lösung mit speziell ausgerüsteten TSF und einem erhöhtem Gewicht von 4,5 Tonnen erreicht worden.

Das neue Fahrzeug verfügt „für den schnellen Erstangriff“ unter anderem über vier Atemschutzgeräte, ein Stromaggregat und eine Beleuchtungsanlage.

Ein elektrisches System als Ersatz für Muskelkraft

Das „schlagende Herz“ bleibt eine moderne Tragkraftspritze, die über einen Starter-Motor verfügt. Ihre Entnahme aus dem Fahrzeug fällt dank eines elektrischen Hub- und Senksystems jetzt wesentlich leichter. Beim alten Feuerwehrauto mussten die Floriansjünger die Spritze noch mit Muskelkraft aus dem Inneren heben.

An den Gesamtkosten von 125000 Euro hat sich die Stadt Leutkirch mit fast 100000 Euro beteiligt. Das neu angeschaffte Tragkraftspritzenfahrzeug passt nicht nur perfekt in das im Jahr 2014 mit viel Eigenleistung errichtete Gerätehaus. Es „komplettiert auch perfekt die Ausrüstung der Abteilung Gebrazhofen“, stellte deren Kommandant Ingo Ksobiak fest.

Feierlich musikalisch gestaltet und umrahmt hat die Übergabe am Freitagabend die Musikkapelle von Engerazhofen, die unter der Leitung ihres Dirigenten Johannes Sgier aufspielte.

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