Don-Bosco-Schule schickt Floribert Föhr nach 35 Jahren in den Ruhestand

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Schüler und Kollegen verabschieden am Freitag, Lehrer Floribert Föhr nach 35 Jahren Schuldienst, an der Leutkircher Don-Bosco-Sc
Schüler und Kollegen verabschieden am Freitag, Lehrer Floribert Föhr nach 35 Jahren Schuldienst, an der Leutkircher Don-Bosco-Schule, mit einem symbolischen und erinnernden Gartenzaun in den Ruhestand. (Foto: Sgier)
Redaktionssekretariat

Ziemlich emotional gestaltete sich am Freitag, die Verabschiedung von Lehrer Floribert Föhr, der am 1. August nach 35 Jahren Dienstzeit an der Leutkircher Don-Bosco-Schule seinen wohlverdienten Ruhestand antritt. Schüler und Kollegen brachten es auf den Punkt: „Wir werden Dich vermissen“.

Der Schriftsteller Arthur Schnitzler schrieb einst: „Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf freut“. Ein Zitat, das am Freitag, wohl ziemlich genau die Gemütslage des scheidenden Lehrers traf. Sichtlich gerührt zeigte sich Föhr vom großen Aufwand, den die Schüler der Bildungseinrichtung sowie seine Kollegen für seine Verabschiedung organisierten. Im Rahmen der Feierlichkeit, wurde gleichzeitig Lehrerin Sandra Walther verabschiedet, die nach 18 Jahren Dienstzeit an der Don-Bosco-Schule und nach den Sommerferien zur Eichenwaldschule nach Aichstetten wechselt.

„Ich kenne niemanden in der Stadt, der nicht mit Hochachtung von Floribert Föhr und Sandra Walther spricht“, sagte Rektor Manfred Schraag. Er erklärte: „Die Tätigkeit als Lehrer an einer derartigen Schule fordert Spontanität, Durchsetzungsvermögen, Entschlossenheit, positives Denken sowie die Zuwendung zu den Schülern und das engagiert, anhand einer ideenreichen Tatkräftigkeit für jeden einzelnen Schüler“.

Eigens für Föhr, der heimlich als jährlicher Weihnachtsmann vermutet wird, schlüpfte Schüler Robin Teneyken in ein Nikolauskostüm und lud Föhr zu einer kleinen Fragerunde ein. „Jetzt musst du büßen, was du alles gemacht hast und dir anschauen, was wir Schüler und Lehrer für dich vorbereitet haben“, so Teneyken. Und da folgte einiges. So trugen sämtliche Lehrer der Don-Bosco-Schule zu Ehren von Föhr ein Lied in den höchsten Tönen vor. Eine Diaschau bekräftigte das starke Engagement des Lehrers. Anhand einer Videoaufzeichnung bekundeten mehrere Schüler ihre ganz persönliche Ansicht über den Mann mit den „weißen Haaren und dem BMW“. Und die viel nicht zu knapp aus, denn hier spiegelte sich die Beliebtheit von Föhr. „Ich vermisse Dich schon jetzt und Du bekommst von mir zwei ganz große Daumen nach oben“, erklärte ein Schüler.

Als Höhepunkt der Abschiedsfeier gestaltete sich jedoch die Geschenkübergabe, denn hier hatte sich die Schule etwas ganz Besonderes ausgedacht. Ein Stück Gartenzaun mit mühevoll, hübsch gestalteten Latten, die verschiedene schulische Aktivitäten und Unternehmungen sowie Eigenschaften des Lehrers beschreiben. „Das ist wahre Kunst, die von innen kommt und die die wichtigsten Stationen meines Lebens beschreiben. Ich bin nicht nur beeindruckt, sondern auch fast sprachlos“, sagte Föhr. Nach dem offiziellen Teil, gab es auf dem Schulhof bei herrlichem Sommerwetter, ein gemeinsames Grillen, bei dem die Geselligkeit nicht zu kurz kam. In einem Punkt sind sich die Schüler einig: „Wenn wir Herrn Föhr mal treffen, dann muss er mit uns zum Einkehren gehen“.

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