Dokumentarfilm zeigt den Ersten Weltkrieg in 3D

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Schwäbische Zeitung

2018 jährt sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Volkshochschule und Cineclub zeigen aus diesem Anlass am Dienstag, 16. Oktober, um 20 Uhr im Kino Leutkirch nach eigenen Angaben eine außergewöhnliche Dokumentation von Hermann Miller, „Faces of War – Gesichter des Krieges in 3D“. Es gibt eine begrenzte Platzzahl im Kino. Karten sind im Vorverkauf für sieben Euro in der Touristinfo, Marktstraße 32, erhältlich.

Das Verfahren der Stereoskopie, wie 3D im Fachbegriff genannt wird, ist laut Mitteilung so alt wie die Fotografie selbst. Von 1890 bis zum Ersten Weltkrieg habe 3D den wohl höchsten Marktanteil in der Fotobranche aller Zeiten gehabt. Offizielle Kriegsfotografen aus den beteiligten Ländern hätten viele 3D-Aufnahmen geschossen, und auch viele vermögende Armeeangehörige ihre private 3D-Kamera mit im Gepäck gehabt, wodurch auch viele unzensierte Bilder entstanden seien.

Hermann Miller, professioneller Produzent von 3D-Produktionen, hat sich diesem Material angenommen. Entstanden ist eine unverfälschte Dokumentation zum Ersten Weltkrieg in ursprünglicher Farbtonung der 3D-Originalaufnahmen. Die Aufnahmen stammen aus verschiedenen Archiven und Bilderserien aus Europa und Amerika. Sie versetzen die Zuschauer direkt in die Stellungen und Schützengräben, wo der Krieg auf beiden Seiten der Front miterlebt werden kann.

Der Film (78 Minuten) zeigt eine Auswahl von rund 600 aus mehr als 2000 Aufnahmen. Der Film ist noch nicht nach der FSK-Jugendfreigabe eingestuft, es wird aber FSK 12 angestrebt. Vor dem Film gibt es eine kurze thematische Einführung.

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