Die Hexe hält dem Feuer lange stand

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Hell lodern die Flammen des von Funkenmeister Hans Rottmar entzündeten Feuers auf der Wilhelmshöhe.
Hell lodern die Flammen des von Funkenmeister Hans Rottmar entzündeten Feuers auf der Wilhelmshöhe. (Foto: Heinz Mauch)
Heinz Mauch

Schwarze Wolken, die im im Eiltempo aus Westen über die Wilhelmshöhe zogen, kündigten zunächst Unheil an. Dann aber konnte das Funkenfeuer wie geplant abgebrannt werden.

Nach und nach fanden sich auch einige Besucher vor dem riesigen Haufen ein. Aus einem Unterbau mit Paletten und mit vielen ehemaligen Christbäumen hatten ihn viele Helfer der Kolpingfamilie einige Stunden vorher aufgebaut. Für die kleinen Besucher hatten die Mitglieder vor dem Anzünden des großen Funkens noch einen kleinen „kindgerechten“, zusammen mit einer „Mini-Hexe“, aufgebaut. Sozusagen zum Aufwärmen wurde dieser abgebrannt, bevor Funkenmeister Hans Rottmar vor einem inzwischen stark angewachsenen Publikum mit seinem Schweißbrenner tätig wurde und an einigen Punkten den Riesenhaufen anzündete. Hoch oben am Ende einer Stange wartete die aus Stoffresten und mit Stroh gefüllte Hexenpuppe auf ihr Ende, das aber durch den heftigen Wind, der die Flammen immer wieder in einem großen Schwall zur Seite trieb, noch lange auf sich warten ließ.

Um diese Wartezeit zu nützen, genossen die Besucher Ess- und Trinkbares, das von der Kolpingfamilie in einem windgeschützten Pavillon angeboten wurde. Laut Mitorganisatorin Helge Reich gingen etwa 150 Funkenringe, 250 Würste und 50 Liter Punsch oder Glühwein über die Theke. Mit dem Erlös werden in Brasilien Jugendliche bei ihrer Ausbildung unterstützt. Inzwischen musste Hans Rottmar die Hexe an der Stange mittels eines Drahtes in noch heißere Regionen herablassen, wo sie endlich aufgab und recht schnell verbrannte. Innerhalb einer Stunde blieb vom Wilhelmshöhen-Funken nur noch ein glühender Haufen übrig, an dem man sich etliche Besucher noch lange aufwärmen konnten.

Besonders für die Kinder hat sich das Vorziehen der Veranstaltung vom Sonntag auf den Samstag gelohnt, konnten sie doch am nächsten Morgen ausschlafen, statt in die Schule zu müssen.

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