Der Tag der offenen Tür im Gebrazhofener Regenbogenhaus ist ein einziges Fest

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Ein prächtiger Auftakt: Über 120 junge Stimmen singen das Regenbogenlied
Ein prächtiger Auftakt: Über 120 junge Stimmen singen das Regenbogenlied (Foto: Karl-Heinz Schweigert)
Karl-Heinz Schweigert

„Ein wunderbarer Tag für Gebrazhofen“: So hat Hans-Jörg Henle sein Grußwort beim Tag der offenen Tür am Samstagmorgen in der vollbesetzten großen Turnhalle auf den Punkt gebracht. Der Oberbürgermeister verschwieg dabei nicht, dass nur wenige Jahre zuvor mit der Schließung der Werkrealschule „eine bedrückende Situation entstanden ist, aus der man aber mit einem guten Konzept nun was Optimales gemacht hat“. Auch wenn die Kosten dabei den vorgesehenen Rahmen gesprengt haben, „ist jeder Euro für die Kinder eine gute Investition in die Zukunft“. Mit der Vereinigung von Kindergarten und Grundschule unter einem Dach sei ein „Gebrazhofer Modell“ entstanden, das bereits als Vorbild für andere Ortschaften gilt.

„Wir sind sehr gut miteinander vernetzt“ bestätigte Sandra Lottes, die nun schon fast auf ein Jahr praktischer Erfahrung zurückblicken kann. Die Kindergarten-Leiterin zitierte auch beispielhaft die guten Rückmeldungen ihrer Kinder, darunter ein „Riese“, der nun die 1. Klasse besucht: „Zum Glück sehen wir uns jeden Tag im Garten“. Sehr zufrieden äußerte sich zudem Schulleiterin Silvia Weber-Gruber, „auch wenn in der Schule noch vieles nicht fertig ist“. Bauleiter Josef Wächter zeigte sich aber zuversichtlich, dass der Abschluss der Ausbau- und Renovierungsarbeiten in diesem Schuljahr erreicht wird und mit einem „Baustellenfest“ gefeiert werden kann. Bereits abgeschlossen sind die ersten beiden Abschnitte mit dem Einbau einer Pelletheizung, die neue Außenanlage und der behindertengerechte Umbau der Schule in einen Kindergarten. Pfarrer Elmar Schneider dankte für die konstruktive Zusammenarbeit von Kirchengemeinde und Stadt. Er segnete in einem Rundgang die neuen Räume „in denen mit der schützenden Hand von oben ein guter christlicher Geist der Liebe herrschen soll“, wie die Kinder und Erwachsenen, „die hier aus und ein gehen“. Dies bekräftigte die langjährige Elternbeiratsvorsitzende und Vorsitzende des Fördervereins, Daniela Heiß: „Ich möchte, dass es hier so weiter geht auf dem guten Weg“. Dem schloss sich auch der pensionierte und langjährige Schulleiter Alfred Mangler an: „Ich freue mich, dass die Kinder wieder eine Heimat haben und sich hier wohl fühlen. Bedauerlich bleibt aber, dass die Werkrealschule aufgrund verschiedener Umstände hat schließen müssen“.

Auf die zahlreichen Gäste wartete ein reichhaltiges Programm: So sangen bei der Eröffnung die über 120 Kinder herzerfrischend das Regenbogenlied, wie gleichermaßen der Schulchor beim Musical vom „Schneckenhaus“. Junge Künstler zeigten zudem ihr Können beim Flöten- und Theaterspiel. Die Kinder erhielten einen Laufzettel, der ausgefüllt mit Preisen belohnt wurde. Der Sportverein sorgte für viel Bewegung und Spaß auf dem Freigelände und der Förderverein für reichhaltige Bewirtung in der Turnhalle.

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