Der Stadtbrunnen in Leutkirch wird 150 Jahre alt

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Der Brunnen vor der Dreifaltigkeitskirche ist 150 Jahr alt. Gefeiert wird am Sonntag, 9. September nach dem Gottesdienst
Der Brunnen vor der Dreifaltigkeitskirche ist 150 Jahr alt. Gefeiert wird am Sonntag, 9. September nach dem Gottesdienst (Foto: Sgier)
Gerhard Stör

Der Stadtbrunnen, der vor der evangelischen Kirche steht wird 150 Jahre alt und befand sich früher am Platz des heutigen Gänselieslbrunnens.

Bestellt wurde dieser bei der Eisengießerei Kuhn in Berg bei Stuttgart. Die Anschaffungskosten betrogen seinerzeit 1220 Gulden. Da Leutkirch damals noch keinen Bahnhof hatte, musste der Brunnen in Essensdorf abgeholt werden. Diesen Auftrag erhielt Löwenwirtin Zorn, die den Brunnen für 24 Gulden Fuhrlohn in Essendorf abholte.

Eingeweiht wurde der der achteckige Brunnen, der von einem Türmchen geziert wird, in dem ein altdeutscher Landsknecht mit Stulpenstiefel und Schlapphut sowie bewaffnet mit einer Lanze und einem Schwert steht, am 20. August 1868. Als um 1970 der Gänselieslbrunnen aufgestellt wurde, musste der alte gotische Brunnen weichen.

Als 1973 die Evangelische Kirche renoviert wurde und der Martin-Luther-Platz neu gestaltet werden sollte, erinnerte sich der Vorsitzende des Kirchengemeinderates Philipp Stör an den alten Stadtbrunnen, der im Bauhof vor sich hin rostete. Nach mühevoller Überzeugungsarbeit erklärte sich die Stadtverwaltung bereit, den alten Stadtbrunnen vor der Evangelischen Kirche aufzustellen.

Heute trägt der Brunnen maßgeblich zur Gestaltung der Innenstadt bei. So diente er vier Jahrzehnte lang als Osterbrunnen. Eine schöne Tradition, die heute leider nicht mehr machbar ist, da der geschmückte Brunnen immer wieder zerstört wurde.

Anlässlich des Jubiläums findet am Sonntag, 9. September, um 11 Uhr nach dem Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche ein Brunnenfest statt. Für die Bewirtung mit Würstchen, Getränken sowie Kaffee und Kuchen ist gesorgt. Den musikalischen Rahmen übernimmt der Örgeli-Club aus Ziegelbach. Für Kinder gibt es ein Spielemobil sowie die Gelegenheit kleine Köfferchen anzumalen. Des Weiteren kann auf einer Bilderwand die Geschichte des Brunnens verfolgt werden.

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