Der „Schandfleck“ wird beseitigt

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Fünf Gebäude an der Oberen Vorstadtstraße (Bildmitte) sollen demnächst dem Erdboden gleichgemacht werden.
Fünf Gebäude an der Oberen Vorstadtstraße (Bildmitte) sollen demnächst dem Erdboden gleichgemacht werden. (Foto: Heinz Mauch)
Redakteur Leutkirch

Fünf Gebäude im Bereich Obere Vorstadtstraße/Hoherbergweg – direkt an der Straußenbrücke – werden demnächst dem Erdboden gleichgemacht. Das hat der Leutkircher Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am Montagabend einstimmig beschlossen. „Von vielen Bürgern werden die Gebäude bisher als Schandfleck bezeichnet“, sagte Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle.

Von einem „städtebaulichen Missstand“ wegen der alten, baufälligen Wohnhäuser ist in der Sitzungsvorlage die Rede. Über mehrere Jahre habe die Stadtverwaltung im Bereich Obere Vorstadtstraße/Hoherbergweg mehrere Grundstücke und Häuser gekauft. Mittlerweile seien auch die letzten städtischen Mieter ausgezogen, die Gebäude stehen nun leer.

Wichtige Gebäudekante zum Stadteingang

Die Häuser bilden laut Verwaltung eine wichtige Gebäudekante zum Stadteingang hin. Deshalb soll in den kommenden Monaten nach einer sinnvollen Nachnutzung gesucht werden. Zunächst wird laut OB Henle von Experten untersucht, wie die Verkehrssituation an der Kreuzung Kemptener Straße/Isnyer Straße optimiert werden kann. Von einem Kreisverkehr ist die Rede: „Der wäre auch leistungsfähig“, meint der Rathauschef. Er plädiert dafür, an dieser Stelle zunächst die Verkehrssituation zu klären. Erst anschließend macht es seiner Einschätzung nach Sinn – unter Berücksichtigung der dann noch zur Verfügung stehenden Fläche – über die weitere Nutzung des Geländes zu diskutieren.

Bis ein neues Konzept vorliegt sollen die durch den Abriss frei werdenden Grundstücke als Parkflächen dienen. Auch diese Idee wurde von den Stadträten begrüßt. Hedwig Seidel-Lerch (CDU) plädierte dafür, die Abstellmöglichkeiten für Autos so schnell wie irgendwie möglich zur Verfügung zu stellen. Sie war es auch, die forderte, dass der bisher „schmale Gehweg“ an der Oberen Vorstadtstraße im Zuge der Neugestaltung verbreitert wird. Oberbürgermeister Henle sicherte zu, dass dieser Aspekt berücksichtigt werde.

Wann der Abriss über die Bühne geht, wollte indes Stadtrat Wolfgang Wild (CDU) wissen. „Wir wollen die Arbeiten demnächst öffentlich ausschreiben“, entgegnete Henle.

Nach der Zerstörung werden laut Verwaltung vorübergehend eine Gebäudetrennwand und Maßnahmen zur Hangabsicherung zu den umliegenden Gebäuden installiert. Durch den Abbruch – der im Rahmen des Sanierungsprogramms „Entlang der Eschach“ förderfähig ist – würden auch hohe Kosten für nötige Instandsetzungen und Sicherungen der bisherigen Wohnhäuser wegfallen.

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