Das gute Gefühl beim FC Leutkirch hält an

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 Wieder dabei: Daniel Biechele, Kapitän des FC Leutkirch.
Wieder dabei: Daniel Biechele, Kapitän des FC Leutkirch. (Foto: Archiv: Florian Wolf)
Sportredakteur

Sieben Punkte aus drei Spielen – so ging der Fußball-Landesliga-Neuling FC Leutkirch Anfang Dezember in die Winterpause. Und auch noch zwei Monate später hat Trainer Bruno Müller diese Erfolgserlebnisse nicht vergessen. Denn es waren zuvor wenige gewesen, die dem Aufsteiger in Erinnerung hätten bleiben können. Insgesamt elf Zähler sind es im Moment, Drittletzter ist der FCL – und doch blickt er optimistisch auf die Rückrunde.

Das gut Gefühl sei immer noch da, sagt Bruno Müller, wenn er auf die letzten Spiele vor der Winterpause angesprochen wird. 1:1 in Kißlegg, 3:1 gegen Ochsenhausen, 2:0 gegen Straßberg – nach diesen Ergebnisse durfte sich der Neuling aus Leutkirch endgültig angekommen fühlen in der Landesliga. Die positive Stimmung habe die Mannschaft ins neue Jahr genommen, berichtet Müller über seine Eindrücke aus den ersten Trainingseinheiten. „Es sieht gut aus“, sagt er zur Trainingsbeteiligung, die auch deshalb so hoch ist, weil Langzeitverletzte wieder da sind und sogar Neuverpflichtungen zu verzeichnen sind. Besonders freut sich Müller über die Rückkehr von Bernd Häge, der mit einem Kreuzbandriss lange ausfiel. Dann bahne sich auch das Comeback von Bernds Bruder Ralf an, der nach dem Aufstieg in die Landesliga eine Pause einlegte. Auch der im entscheidenden Relegationsspiel gegen Weingarten mit einer Verletzung ausgeschiedene Tekkin Yilmaz sei endlich wieder völlig fit. Kapitän Daniel Biechele ist nach seinem Handbruch ebenfalls wieder zurückgekehrt. So kann Müller auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, in dem er sogar drei neue Gesichter begrüßen durfte.

Mattia Celestino aus Leutkirch, der zuletzt ohne Verein war, trainiere mit, zudem sei Luca Binder aus Kißlegg zurückgekehrt, sagt Patrick Straub der Sportliche Leiter der Leutkircher. Und dann hat es auch endlich geklappt, Sebastian Schneider zum FCL zu locken. Den Offensivspieler vom SV Wolfegg hatte Straub schon länger im Blick. Dann fiel Schneider aber verletzungsbedingt fast die komplette letzte Saison aus. Erst zur Spielzeit 2018/19 konnte er für Wolfegg in der Kreisliga A wieder spielen. Im Winter nun hat sich der 26-Jährige dazu entschieden, es in der Landesliga zu versuchen. „Er kann offensiv überall spielen“, sagt Straub, der zusammen mit Müller erkannt hatte, dass im Angriff noch Bedarf herrscht. Schneider könne offensiv ein idealer Partner für Can Bozoglu sein, der bisher oft auf sich allein gestellt war, glaubt der Sportliche Leiter.

Erstes Testspiel gegen Lindenberg am Samstag

Mit rund 20 Leuten hat Trainer Müller vor zwei Wochen wieder mit dem Training begonnen. Zunächst setzte er ein spezielles Programm an, das wenig mit dem Ball, sondern vielmehr mit Koordination und Laufen zu tun hatte. Am Freitagabend nun sollte die erste Einheit auf dem Kunstrasen in Leutkirch stattfinden, wenn der Platz dies zuließ. Denn zuletzt war noch ordentlich Schnee drauf, die dafür vorgesehen Fräse kaputt. So war auch unklar, wo am Samstag das erste Vorbereitungsspiel stattfindet. Gespielt wird gegen den FC Lindenberg – bei dem Verein, der von den beiden einen geeigneten Platz zur Verfügung stellen kann. Entschieden werden soll kurzfristig, sagt Müller.

Darüber hinaus stehen – fast immer im Wochenrhythmus – die Tests gegen Waldburg/Grünkraut, Beuren, Durach, Wiggensbach und Legau an. Das erste Punktspiel ist für den 9. März gegen den SV Dotternhausen angesetzt. Es wird ein ganz besonderes sein: das 1000. Punktspiel in der Geschichte des FC Leutkirch.

„Mit einem Sieg starten“, äußert Müller einen Wunsch. Um diesen und möglichst viele weitere zu erreichen, müsse die Mannschaft topfit sein, um körperlich dagegenzuhalten. Dass es darauf ankomme, hätten die bisherigen Spiele in der für den Verein zuvor unbekannten Liga gezeigt. Um dann noch den Abstieg zu vermeiden, brauche es zudem: ein Quäntchen Glück.

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