Bei Anruf Betrug!
Bei Anruf Betrug! (Foto: dpa / Julian Stratenschulte)
Redakteur Bad Wurzach

Einen Telefonbetrug hat eine Frau in Herlazhofen durch ihr gesundes Misstrauen verhindert.

Sie sei von einer Frau mit der Stuttgarter Vorwahl 0711 angerufen worden, die vorgab, bei der „Vollzugsbehörde Stuttgart“ zu arbeiten. Dies berichtet die Frau der „Schwäbischen Zeitung“. Ihr wurde erklärt, dass gegen sie ein Pfändungsbeschluss vorliege. Daraufhin wurde sie aufgefordert, die Taste „1“ oder „2“ zu drücken, um weitere Informationen zu erhalten beziehungsweise die Pfändung außergerichtlich zu regeln. „Interessehalber habe ich die ,2’ gedrückt, dann aber nach wenigen Sekunden Pausenmusik aufgelegt.“

Ihre Recherchen im Internet hätten sie in ihrem Misstrauen bestätigt, so die Herlazhoferin. Dort wird die betrügerische Maschen auf mehreren Seiten beschrieben. Mit Drücken der „1“ oder „2“ gelangt man in eine teure kostenpflichtige Warteschleife.

Diese Telefonbetrugsmasche ist auch dem Polizeipräsidium Konstanz bekannt, wie dort die Presseabteilung auf Anfrage bestätigt. Im Landkreis Ravensburg seien allerdings bislang ihres Wissens noch keine Fälle aufgetreten.

Die Polizei warnt eindringlich davor, solche und ähnliche Anrufe ernst zu nehmen und Aufforderung irgendwelcher Art zu befolgen. Sie rät: „Seien Sie vorsichtig bei unbekannten Anrufern. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen oder aushorchen. Legen Sie auf, wenn ihnen etwas merkwürdig erscheint. Werden Sie angerufen, stellen Sie gezielt Fragen an den Anrufer: nach Namen, Adresse und Telefonnummer der Verantwortlichen. Notieren Sie sich, die auf dem Display angezeigte Rufnummer. Achtung: Betrüger können diese Nummern manipulieren. Die Polizei verwendet die 110 nicht für Anrufe. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen. Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter. Sprechen Sie nicht über persönliche oder finanzielle Verhältnisse. Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder Vertrauten über den Anruf. Wenn Sie unsicher sind: Rufen Sie die Polizei unter der 110 oder ihre örtliche Polizeidienststelle an. Nutzen Sie dabei nicht die Rückruffunktion.“

Weitere Informationen gibt es bei den örtlichen Polizeidienststellen oder im Internet unter

www.polizei-beratung.de

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen