Bündnis kämpft gegen Abschiebung

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Plerim Muhaxheri (von links) und den Kindern Anita (16), Albert (12) und Fatjon (15) droht die Abschiebung.
Plerim Muhaxheri (von links) und den Kindern Anita (16), Albert (12) und Fatjon (15) droht die Abschiebung. (Foto: Martina von Quadt)
Herbert Beck
Redakteur

Für Samstag, 16. Juni, ist auf dem Gänsbühl in Leutkirch eine Demonstration angekündigt, um das Anliegen der von Abschiebung in den Kosovo bedrohten Familie Muhaxheri zu unterstützen. Am Mittwochabend wurden bereits im Stadion Aichstetten bei einem Jugendfußballspiel Unterschriften gesammelt. Zwei Söhne der Familie spielen beim FC Leutkirch, dessen Jugendstab sich dafür einsetzt, die Abschiebung zu verhindern.

„Jede Unterschrift zählt, und jeder, der unser Anliegen unterstützt, dem sind wir unendlich dankbar“, heißt es in dem Aufruf, der auch von Eltern der Gemeinschaftsschule Leutkirch getragen wird. Dort gehen alle drei Kinder zur Schule. Vater Plerim Muhaxheri war 1993 zum ersten Mal aus dem Kosovo nach Deutschland gekommen. 2000 kehrte er in die Heimat zurück. 2014 flüchtete Plerim Muhaxheri mit seiner Frau und den Kindern Anita, Albert und Fatjon nach Deutschland, als Grund gab er einen Erpressungsversuch durch den IS an. Muhaxheri, der bei seinem Arbeitgeber Dethleffs in Isny hoch geschätzt wird, betont, falls eine Abschiebung erfolgt: „Dort erwartet uns nichts.“ Aktuell läuft noch eine Eingabe beim Petitionsausschuss, nachdem der Asylantrag schon 2016 abgelehnt worden war. Für die Familie setzt sich unter anderem auch Fürstin Martina von Quadt ein. „Unsere Politik schlägt den falschen Kurs ein, wenn Leute wie Plerim Muhaxheri und seine Familie abgeschoben werden“, sagte sie jüngst.

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