Ausstellung im „Sonnentreff“ noch einmal zu sehen

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 Die persönlichen Geschichten der Ausstellung boten auch bei der Eröffnung in Leutkirch viel Raum für Austausch.
Die persönlichen Geschichten der Ausstellung boten auch bei der Eröffnung in Leutkirch viel Raum für Austausch. (Foto: Veranstalter)
Schwäbische Zeitung

Bei strahlendem Sonnenschein hat Cathy Plato am Sonntag die Ausstellung: „An(ge)kommen. Augenblicke. Begegnungen. Geschichten“ eröffnet, die derzeit im Rahmen des laufenden Altstadt-Sommerfestivals (ALSO) zu sehen ist. Die Ausstellung im „Sonnentreff“ in der Gerbergasse 8 ist zum letzten Mal diesen Donnerstagnachmittag geöffnet.

Cathy Plato nahm am Sonntag den weiten Weg von Fellbach (nordöstlich von Stuttgart) auf sich, um in Leutkirch über die Ausstellung und die Menschen die dahinter stehen zu berichten, so die Veranstalter in ihrem Nachbericht zur Ausstellungseröffnung. Sie ist Mitbegründerin des Vereins „Ndwenga“ und hatte die Idee zur Ausstellung. Sie engagiert sich seit Jahrzehnten für Bildungsprojekte im Kongo und setzt sich für Austausch und Verständigung in Deutschland ein.

Ganz am Anfang sei es in Fellbach darum gegangen, die neu zugezogenen Menschen in der Asylunterkunft in Fellbach in Kontakt mit den Nachbarn zu bringen. Vor allem mit dem benachbarten Seniorenheim habe es zunächst wenig Kontakte gegeben. Aus den am Anfang eher zögerlichen Treffen wurden ausgiebige und intensive Gesprächskreise und Treffen. Es wurden Geschichten ausgetauscht, Bilder gemacht und nach und nach entstand die Idee, die gehörten Lebensgeschichten wertzuschätzen und zu dokumentieren.

„Man wusste am Anfang nicht, was bei den Kontakten und Gesprächen herauskommen würde. Nach vielen Treffen wurde beschlossen, die sehr persönlichen Geschichten zu dokumentieren und so entstand die Idee einer Wanderausstellung“, sagte Plato laut Bericht bei der Eröffnung. „Uns war wichtig, viele Menschen mit dieser Ausstellung zu inspirieren, Gespräche und Austausch an vielen Orten zu fördern. Vor allem sich gegenseitig etwas besser kennenzulernen und voneinander zu lernen, lag uns am Herzen. Zu zeigen, dass die Geflüchteten auch Potenziale haben und sich in Deutschland einbringen möchten“, wird Plato weiter zitiert.

Die persönlichen Geschichten der Ausstellung boten auch bei der Eröffnung in Leutkirch viel Raum für Austausch. Die engagierten Gruppen im Sonnentreff diskutierten rege mit den Gästen, berichten die Veranstalter. „Diese Vielfalt möchten wir in Leutkirch weiterhin fördern und Interessierten die Möglichkeit geben, von- und miteinander zu lernen“, so Robert Lohr von den Johannitern, Mitinitiator des Sonnentreffs.

Die Ausstellung ist ein Teil des Projekts „Menschen auf der Flucht“ des Forums der Kulturen und wird unterstützt von der Integrationsbeauftragten der Stadt Leutkirch, der „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“, von „Engagement Global“ und gefördert mit finanziellen Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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