Allgäuer sind zu Gast in Uganda

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Gruppenbild mit ugandischen Begleitern und Reiseleitung (von links) Gertrud Schweizer Ehrler und Gerlinde Brünz
Gruppenbild mit ugandischen Begleitern und Reiseleitung (von links) Gertrud Schweizer Ehrler und Gerlinde Brünz (Foto: Johannes Mast)
Schwäbische Zeitung

Mit dem Verein „Tukolere Wamu“ und Tugende Projekt- und Begegnungsreisen haben sich elf Allgäuer in einer Gruppe von 21 Personen unter der Reiseleitung von Gertrud Schweizer-Ehrler (Heitersheim) und Gerlinde Brünz (Leutkirch) in den Pfingstferien auf den Weg nach Uganda gemacht. „Grenzen überwinden – Menschen begegnen“, lautete der Slogan.

„Neues erleben“, ist die passende Ergänzung der Rundreise durch Uganda, schreibt Gerlinde Brünz. Der Murchison Nationalpark beeindruckte mit seinen Wasserfällen und der reichhaltigen Tierwelt, der Kidepo Nationalpark ließ die Besucher die unendliche Weite spüren. Der Ranger ließ die Teilnehmer aussteigen und wenige Schritte zu Fuß gehen, um ein Gefühl des „Mittendrinseins“ zu bekommen. „Auch andere Tierarten gesellten sich zu uns. Ganz nach dem Motto, wir schauen euch an, ihr schaut uns an“, so die Co-Reiseleiterin Gerlinde Brünz.

Der sonst so karge, trockene Norden bot sich, durch die täglichen Regenfälle, in einer grünen, fruchtbaren Pracht. Die Einwohner Karamojas, die Halbnomaden und Viehhirten sind, üben sich im Ackerbau.

Im Salem Dorf im Osten Ugandas, nahe der drittgrößten Stadt Mbale, begrüßte der Projektleiter Denis Medeyi mit den Worten: „Ihr seid keine Touristen, ihr seid Gäste“. Die vegetarisch-afrikanischen Speisen mundeten, die familiäre Struktur bot Erholung. Die Besuche der von Tukolere Wamu unterstützten Schulen, Projekte, Familien und Theatergruppen begeisterten. „Überwältigende Schönheit der Natur in Nachbarschaft zu größter Armut; aber hier die Zuversicht, dass einzelne Projekte, die wir unterstützen etwas bewirken werden“, stellte Reiseteilnehmer Hartmut Neuschwander fest. Einige der Reisenden trauten sich, den Ochsenpflug einer Schule zu bedienen und meisterten die Aufgabe mit Bravour. Symbolisch wurden an einer Schule drei Bäume gepflanzt: einen für die Jugend, einen für die Frauen und einen für die Männer.

Am „Projekttag“ konnten die Teilnehmer in verschiedene Bereiche des Salem Projekts schnuppern, Völkerverständigung kam bei einem Grillabend im Dorf auf. Es wurde diskutiert, ausprobiert und gebastelt, bis das Feuer zwischen zwei Bananenstämmen brannte und ein Gitterrost aus Ästen die großen Platten mit Truthahn und Fleisch über dem Feuer balancierte.

Die letzte Etappe führte nach Entebbe am Victoriasee. Der botanische Garten bot schöne Blüten, uralte Bäume und Lianen, die schon „Tarzan“ ausgehalten haben. Ilsedore Beiswenger spricht von einer Reise, die Afrikaanfängern alles bot, was in zwei Wochen möglich war: „Menschen in ihrer authentischen Umgebung, Kinder in ihrer Natürlichkeit, Haustiere um die Hütten herum und auch Hütejungen in der Wildnis“.

Die nächsten Projekt- und Begegnungsreisen finden im August und Oktober statt. Informationen gibt es unter www.tugende.org.

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