Allgäuer Bahnbrücke muss nach 150 Jahren Elektroloks weichen

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Bagger tragen an der alten Bahnstrecke von München nach Lindau Reste einer rund 150 Jahre alten Eisenbahnbrücke ab. Wegen der Modernisierung der Strecke wird das Viadukt abgerissen. (Foto: dpa)
Deutsche Presse-Agentur

Die alte Bahnbrücke von Stetten im Unterallgäu hat die Epoche der Dampflokomotiven überstanden und den Dieselloks gedient, aber für die modernen Elektroloks war sie nicht mehr geeignet. Deswegen hat die Deutsche Bahn das knapp 150 Jahre alte Bauwerk nun abreißen lassen. Von dem einst aus drei Bögen bestehenden Viadukt waren am Mittwoch nur noch die Seitenteile zu sehen. Das historische Mauerwerk wird in den kommenden Monaten von einer modernen Betonbrücke ersetzt. Wegen der Elektrifizierung der Strecke werden nun auch bei Stetten Oberleitungen für die Züge gebaut.

Dies sei mit der alten Brücke nicht machbar gewesen, erklärte Bahnsprecher Franz Lindemair. Sie sei den Anforderungen an einen schnellen Zugverkehr nicht mehr gewachsen gewesen. Bis zum Herbst soll nun in Stetten die neue Brücke stehen.

Im März hatte die Bahn mit dem 440 Millionen Euro teuren Ausbau der 155 Kilometer langen Strecke von München nach Lindau begonnen, dadurch soll die Reisezeit von der bayerischen Landeshauptstadt nach Zürich um eine Stunde auf dreieinhalb Stunden verkürzt werden. Die Teilstrecke zwischen Buchloe und Leutkirch im Allgäu (Baden-Württemberg) ist derzeit deswegen komplett gesperrt, die Bahn transportiert die Reisenden in diesem Bereich mit Bussen. Dadurch fuhren zuletzt auch im Bereich der maroden Bahnbrücke in Stetten keine Züge mehr.

 

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