Über 600 Schüler und Lehrer befassen sich aktiv mit dem Klimawandel

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Nicht nur „um-denken“, sondern „um-handeln“ ist jetzt angesagt: Dies ist das Ergebnis des Zukunftstages der Geschwister-Scholl Schule, bei dem am Freitagvormittag über 600 Schüler und Lehrer teilgenommen haben. Die Idee hierzu hatten Aktive der Aktion „Fridays for future“, die seit November in einem zwölfköpfigen Team mit Lehrern der Schule die umfangreiche Organisation des Tages vorbereitet haben.

Unter ihnen auch die Sozialpädagogin Gabi Göser sowie die Schüler Maja Ege und Janek Schick, die das Ziel der Veranstaltung so formulierten: „Die eigene Lebensweise in den Blick zu nehmen, verbunden mit der Frage: Was kann ich persönlich tun, um unsere Zukunft und die der nächsten Generationen zu sichern ?“

„Um so dramatischer sind die Folgen“

Die Grundlagen hierzu lieferten in der Aula mit einem einstündigen fesselnden und anschaulichen Vortrag – in drei Schichten vor jeweils 200 Zuhörern – Susanne und Michael Kühl von der Universität Ulm. Mit großem ehrenamtlichen Einsatz gehen die Dozentin und der Professor seit einem Jahr an Schulen, um nicht nur mit eindrucksvollen Bildern und Fakten zum Thema Klima und Umwelt zu informieren, sondern auch politische und individuelle Lösungen vorzuschlagen. Bei entschlossenem Handeln sehen die „Scientists 4 Future“ noch die Chance, verheerende „Kipp-Punkte“ auf dem Globus zu vermeiden, die dann die Menschheit in ihrer Existenz massiv bedrohen: „Je länger wir warten, um so dramatischer sind die Folgen“.

Klimaschutzplan „nicht ambitioniert genug“

Der Klimaschutzplan der Bundesregierung sei in seinen Zielen daher „nicht ambitioniert genug“. Jeder Einzelne könne aber „ab sofort und ganz leicht“ jeweils eine Tonne Kohlendioxid pro Jahr einsparen: Mit dem Umstieg vom SUV auf ein kleineres Auto, auf öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad, mit reduziertem Fleischverbrauch, mit weniger Flugreisen und Konsum von unnötigen Gütern. Die abschließende „take-home-message“ des motivierenden Referenten-Ehepaars: „Kopf hoch, mit einfachen Dingen den CO2-Fußabdruck reduzieren, Alternativen probieren und Vorbild sein für andere“.

Die Qual der Wahl hatten dann die Schüler bei dem Angebot von 18 Workshops, die unter den Leitthemen „Ernährung“, „Mobilität“, „Alltag“, „Experiment und Forschung“, „Gesellschaft und Ethik“ sowie „Kreativität“ standen. So konnten sich die Gruppen beispielsweise mit „Regionalität und Saisonalität“, „Amazon, Zalando und Co.“, „Mein ökologischer Fußabdruck“, „Unser Lebensraum Allgäu“, „Mein Kühlschrank und das Klima“, „Nachhaltige Verpackungen“ und „Mikroplastik in Kosmetik“ aktiv befassen. Dass der Zukunftstag auf diese Weise Wirkung gezeigt hat, zeigen spontane Äußerungen von Schülern wie diese: „Er hat mich aufmerksam gemacht“, „Berührend und Sorgen bereitend“ sowie „Gute Tipps, was man tun kann“.

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