Zauberhafte Klänge erfüllten den "Garten der Sinne"

Lesedauer: 3 Min

Langsam sickerte die Ruhe mit dem Klang der tibetischen Schalen in jede Pore, geschlossene Augen, entspannte Gesichter. Heilpraktiker, Sänger und Musiker Sieghard Bay nahm sein Publikum mit auf eine "Reise in die Welt der Klänge", die die Sinne schärften und einen besonderen Zauber ausübten. Erst geheimnisvoll mit den Klangschalen, dann mit seiner Stimme beschwörend bewirkte er, was er ankündigte: Verwandlung, Transformation; beim einen intensiver, beim anderen weniger.

Mindestens 80 Besucher kamen auf den Leupolzer Kirchberg, um in der Geborgenheit des neu geschaffenen "Garten der Sinne" dieses Klangexperiment mitzuerleben. Der im Rahmen der 72-Stunden-Aktion von der Kolpingjugend angelegte Duftgarten, der von Organisatorin Georgia Mühleis weiter gestaltet und gepflegt wird, trug seinen Teil zum entspannenden und idyllischen Ambiente bei.

Im Schatten der Kirche, mit Blick auf die weite Allgäuer Landschaft, versammelten sich die Klanginteressierten, die sich mit Sitzkissen und Stühlen unter dem Arm ein Plätzchen im lauschigen Winkel suchten. Inmitten von Minze und mediterranen Duftkräutern, mit liebevoll beschrifteten Schneckenhäusern, die den Namen der Kräuter und Stauden verraten, gab sich das Publikum dem Zauber der Klänge hin. Ein Lied für die Erde aus Afrika und ein jüdisches Sabbatlied für den Himmel bildeten die Grundlage der einstündigen Klangimprovisation des Musikers.

"Mir liegt sehr daran, den Garten mit Leben zu erfüllen und bekannt zu machen", erklärte Gerogia Mühleis den Hintergrund des musikalischen Experiments. "Es ist toll, dass so viele gekommen sind", freute sie sich. Jedoch sei der Abend nicht nur eine interessante Klangerfahrung für die Besucher, sondern auch für den Künstler liege die besondere Herausforderung darin, die Umgebungsgeräusche der nahe liegenden Straße mit einzubeziehen und Rhythmus und Schwingung zu erzeugen.

Ein Blick in die Runde nach dem gesungenen Ausklang genügte: entspannte Gesichter, harmonische Stimmung - das Experiment überzeugte.

Von unserer MitarbeiterinChristiane Link-Raule

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen