Museum Leupolz feiert Zehnjähriges

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Auch Kunstschmiedearbeiten gab es beim Fest in der Vergangenheit zu bestaunen.
(Foto: Archiv Paul Weber)

Mit einem umfangreichen Programm und Angeboten für die ganze Familie feiert das Museum in Leupolz am Sonntag, 28. September, das Museumsfest und sein zehnjähriges Bestehen. Seit seiner Gründung wurden in der Nähe noch weitere interessante und „himmlische“ Plätze gegründet, so dass rund um den Kirchberg ein reizvolles Ensemble inmitten der Ortschaft entstanden ist.

Das Museum für ländliches Kulturgut ist im einstigen Kiene-Stadel untergebracht. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1905. 1981 kaufte die Stadt Wangen das Gebäude und das dahinter liegende Gasthaus Zur Sonne, „um Schlimmeres zu verhindern“, wie Alt-OB Jörg Leist heute sagt. In dem Gebäude wurden der Leupolzer Bauhof und die Feuerwehr untergebracht. Im Raum im ersten Stock proben und tagen Feuerwehr und Musikkapelle.

Den Teil des ehemaligen Stalls und der Scheune nutzte Leist zunächst, um dort Geräte und Gegenstände unterzubringen, die bei der Räumung von Bauernhöfen in der Region aussortiert wurden und sicher in vielen Fällen einfach entsorgt worden wären. Als Ruheständler machte sich Leist 2003 zusammen mit „zwei, drei Leuten“ ans Sortieren und Ordnen. Nach und nach habe sich eine 15 Personen starke Gruppe aus dem Dorf zusammengefunden, die „sukzessive ein Museum aufgebaut hat“, erzählt Leist. Diese engagierte Gruppe machte sich daran, die Gerätschaften herzurichten und auch wieder funktionsfähig zu machen und betreut und pflegt das Museum bis heute.

Start am 26. September 2004

Am 26. September 2004 eröffnete das Museum mit Leupolzer Bürgern und Gästen aus der Region bei einem Fest. „Die Besucher aus nah und fern waren erstaunt über die Größe des Museums und die Qualität der dargestellten Gerätschaften und Kulturgüter“, berichtet Paul Weber. Und fügt hinzu: „Die Museumsmitarbeiter und hier vor allem Walter Achberger, Josef Frei und Anton Schorer legen großen Wert auf Sauberkeit, Ordnung und übersichtliche Darstellung der Geräte, Maschinen und Werkzeuge.“

Weil viele Menschen sehen, dass die Leupolzer für diese Dinge Liebe und eine gute Hand haben, kommen jetzt noch Menschen und bringen Gegenstände, die an anderer Stelle übrig sind. „Die Menschen sehen, dass die Dinge hier geschätzt werden“, sagt Leist. Und so wächst das Museum für ländliches und christliches Kulturgut mit Handwerk, Haushalt und Schulzimmer bis heute.

Besucher können sich auf vier Stockwerken und 1000 Quadratmetern ein Bild vom Leben anno dazumal machen.

Programm am Wochenende

Das Museumsfest mit Jubiläumsfeier in Leupolz beginnt am Sonntag, 28. September, um 10.30 Uhr und endet um 16 Uhr.

Bewirtung mit Getränken, Mittagstisch sowie Kaffee und Kuchen

durch Kirchenchor, CDU sowie Heimat- und Museumsverein

Nähstube mit Zitterspiel, Arbeiten am Spinnrad sowie Klöppeln und Kunststricken von Klara Weber werden gezeigt.

Ausgestellt werden Holzfiguren, Glas- und Malkunst von Herbert John sowie Bilder von Gertrud Feuerstein.

Handwerker zeigen Schmiedearbeiten, Leiterbau, Malerei, Weberei, Korbflechten, Schuhmacherei, Küferei und Flachsarbeiten.

Quiz mit Preisen (speziell für Kinder mit Überraschungen),

Säcke bemalen und Streichelzoo.

Außerdem: Oldtimer aus Immenried, Pflügen am Museumsäckerle, Vogelhäuschen herstellen.

Führungen im Museum, im Weinberg mit Weinverkosten.

Himmelszipfele: Christine Blattner präsentiert Steinbotschaften und bemalte Steine. Führung im Garten um 15 Uhr.

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