Leupolzer lassen beim Radweg nicht locker: „Wer aufgibt, hat schon verloren"

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Vera Stiller

Die Leupolzer lassen nicht locker. Nachdem die Pläne für einen Radweg entlang der L325 von Leupolz bis Leupolzbauhof bereits fertig auf dem Tisch liegen, wollen sie diese Maßnahme endlich auch verwirklicht sehen. Einstimmig fasste der Ortschaftsrat von Leupolz am Montag einen Empfehlungsbeschluss an den Gemeinderat Wangen mit dem Ziel, einen Radweg von Herfatz nach Leupolz mit in das Radwegekonzept des Landkreises aufzunehmen. „

Alles ist fertig. Sogar die Baugenehmigung ist da. Was fehlt, ist das Geld“, ließ Tiefbauamtsleiter Peter Ritter wissen. Um auch ein Fragezeichen hinter die mögliche Realisierung der Maßnahme im nächsten Jahr zu setzen. „Alles ist offen“, sagte Ritter mit Blick auf die Überarbeitung und Fortschreibung des Radwegeprogramms, mit dem das Land Baden-Württemberg den Radverkehrsanteil auf 20 Prozent steigern will.

Ortschaftsrat Dietmar Mergenthaler verwies auf die Aussage von Verkehrsminister Winfried Hermann, der in der Leupolzer Angelegenheit den Schwarzen Peter an den Kreis Ravensburg weitergegeben habe. Das Land hätte auf jeden Fall den fraglichen Radweg mit 1 priorisiert. „Irgendeiner lügt“, stellte Mergenthaler fest und schimpfte: „Die Leute warten – und werden immer wieder vertröstet.“ Warum diese Radwegeverbindung nicht mit in den Radwegenetzplan des Kreises aufgenommen wurde, sondern der Weg über Praßberg favorisiert wurde, wunderte auch Amtsleiter Ritter.

Er stellte jedoch klar, dass die Priorität von 2 auf 1 erst nach dem Vorsprechen von OB Michael Lang und ihm beim Regierungspräsidium erfolgt sei. „Da muss sich etwas überschnitten haben“, folgerte Ritter. Zudem handele es sich bei dem Vorhaben um einen Radweg entlang einer Landesstraße und der würde somit in die Zuständigkeit des Landes fallen. Weil es aber nach den Worten Ritters „wichtig ist, dass der Kreis das Anliegen mitträgt“, schlug Ortsvorsteher Anton Sieber vor, einen Empfehlungsbeschluss an den Wangener Gemeinderat weiterzugeben. Danach soll die Radwegeverbindung Herfatz-Leupolz mit in den Gesamtplan aufgenommen werden. „Wir wollen Schritt für Schritt weiterkommen“, hielt Sieber vor Augen und war sich sicher: „Wer aufgibt, der hat schon verloren.“

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