Stromtanken in Waltershofen

Lesedauer: 3 Min
 Nehmen Waltershofens neue „Tankstelle“ symbolisch in Betrieb: (v.l.) Ortsvorsteher Werner Bachmann, EnBW-Kommunalberater Alexan
Nehmen Waltershofens neue „Tankstelle“ symbolisch in Betrieb: (v.l.) Ortsvorsteher Werner Bachmann, EnBW-Kommunalberater Alexander Schuch und Bürgermeister Dieter Krattenmacher. (Foto: Paul Martin)
Paul Martin

Waltershofen hat eine nagelneue Tankstelle: Ab sofort können Elektroautos und E-Bikes an einer Ladesäule in der Kirchstraße mit Strom „getankt“ werden. Nun wurde diese symbolisch in Betrieb genommen.

Auf zwei für E-Autos reservierten Parkflächen lassen sich diese über Wechselstrom-Anschlüsse mit bis zu 22 Kilowatt Leistung aufladen. Für ältere Fahrzeuge oder auch Zweiräder stehen zudem zwei Schuko-Stecker mit je 3,7 Kilowatt bereit. „Bei den neueren E-Fahrzeugen bringt eine halbe Stunde Laden schon bis zu 50 Kilometer Reichweite“, erläuterte dazu Kommunalberater Alexander Schuch von der EnBW, die die Station geliefert hat und betreibt.

Strom aus der Argen

Die EnBW hat die Säule entwickelt und - auch wegen eines Förderprogramms des Landes – für die Gemeinde kostenfrei aufgestellt. Eines der ältesten Wasserkraftwerke des Energieversorgers stehe unweit der Ladesäule im Waltershofener Weiler Au, sagte Kißleggs Bürgermeister Dieter Krattenmacher bei der symbolischen Inbetriebnahme. „Gedanklich bekommt man hier den Strom aus der Argen.“ Bewusst habe man sich für den Standort nahe der A96 entschieden, ergänzte Waltershofens Ortsvorsteher Werner Bachmann. Durch die Säule locke man Menschen in die Ortschaft und die Bäckerei gegenüber der Ladestation.

So läuft der Ladevorgang: „Der Zugang zu den Ladepunkten erfolgt am einfachsten mit unserer App oder mithilfe handelsüblicher RFID-Karten, die auch bei Nutzern aus dem europäischen Ausland verbreitet sind“, erklärte Schuch.. Die App biete zudem die Möglichkeit, mit dem Smartphone an allen Stationen des Energieversorgers und weiteren über 30 000 Ladepunkten des größten Ladenetzes in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu „tanken“. Mit Ladesäulen, die öffentlich zugänglich sind, ziehe man niemandem „das Geld aus der Tasche“ ist Schuch wichtig: „Wer einen Standardstromtarif hat, zahlt hier gleich viel für die Kilowattstunde wie daheim.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen