SG Kißlegg macht sich keinen Druck

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Die SG Kißlegg (links Tobias Krug) durfte sich in dieser Saison sogar schon im Verbandspokal versuchen. Gegen den FV Ravensburg
Die SG Kißlegg (links Tobias Krug) durfte sich in dieser Saison sogar schon im Verbandspokal versuchen. Gegen den FV Ravensburg gab es aber ein 0:5. (Foto: Archiv: josef kopf)
Schwäbische Zeitung
Markus Prinz

Die SG Kißlegg geht als Tabellenzweiter in die Rückrunde 2017/18 der Fußball-Bezirksliga Bodensee, kann aber sogar noch durch drei Siege aus den drei Nachholspielen aus eigener Kraft Tabellenführer werden. Am kommenden Sonntag startet das Team gegen den SC Unterzeil-Reichenhofen aus der Winterpause. Die vielen Spielausfälle mischen die Liga derzeit ein wenig durcheinander, wodurch es schwer ist, sich den richtigen Durchblick zu verschaffen. Hinter Spitzenreiter Leutkirch, der schon ein wenig enteilt ist, geht es recht eng zu.

Die Vorbereitung lief für die SG Kißlegg witterungsbedingt alles andere als optimal, da man keinen eigenen Kunstrasen hat und keine Option auf einem benachbarten Kunstrasen zu trainieren. So musste Trainer Roland Wiedmann häufig improvisieren, „wenn es ging sind wir schon auf den Trainingsplatz gegangen und sonst waren wir halt oft nur laufen“. Darin sieht Wiedmann auch einen Vorteil im Kampf um die Meisterschaft beim Spitzenreiter aus Leutkirch: „Da herrschen natürlich Topbedingungen mit dem Kunstrasen, davon können wir nur träumen.“

Dritter Titel in sechs Jahren ist möglich

Ein weiterer Kandidat im Kampf um Platz eins ist für den Kißlegger Trainer auch der SV Kressbronn: „Kressbronn will nochmals ganz oben angreifen und denen trau ich es auch zu.“ Seiner Mannschaft will er die Last, aufsteigen zu müssen, nicht auftragen: „Wir schauen nur von Spiel zu Spiel und was dann am Ende rauskommt wird man sehen.“

Für die SG Kißlegg wäre ein weiterer Titel in der Bezirksliga die dritte Meisterschaft innerhalb von sechs Jahren, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Denn wie auch für viele andere Mannschaften stehen für die SGK in den nächsten gut zweieinhalb Monaten nicht weniger als 16 Spiele an, was noch ein paar englische Wochen bedeuten. Bei dieser hohen Belastung wird es sicherlich entscheidend sein, welche Mannschaft ohne größere Blessuren durch die englischen Wochen kommt.

Ein erfolgreicher Rückrundenstart ist für Roland Wiedmann ebenfalls immens wichtig: „Mal schauen welche Mannschaften gut aus der Rückrunde kommen, denen ist dann einiges zuzutrauen.“ Wiedmann hofft für sein Team, alle anstehenden Partien auch bestreiten zu können. „Für mich ist auch entscheidend wer seine Spiele zu Beginn der Rückrunde austragen kann, denn noch mehr Spiele unter der Woche wären wahrscheinlich nur schwer zu stemmen.“

Mit den Resultaten der Vorbereitungsspiele war Wiedmann nicht ganz zufrieden. Ihm seien zwar die Ergebnisse in der Vorbereitung nicht so wichtig, aber mit der Niederlage in Ochsenhausen (1:4) sei er nicht ganz einverstanden, dagegen mache er seiner Mannschaft beim 1:1 in Lindenberg (Erster Kreisliga A) bei minus 15 Grad keinen Vorwurf: „Da war es fast unmöglich, ansehnlichen Fussball zu spielen.“ Ansonsten gewann Kißlegg mit 4:3 beim FC Scheidegg (Zweiter der Kreisliga A III) und es gab noch eine knappe Niederlage (2:3) bei Ligakonkurrent SV Maierhöfen-Grünenbach.

Für den Ligastart am kommenden Wochenende gegen den SC Unterzeil-Reichenhofen hat Wiedmann seinen Kader komplett beieinander und hofft auf einen erfolgreichen Start: „Wir wollen gegen einen starken Gegner einen guten Start hinlegen, um dann den Schwung in die schweren Wochen, mit vielen Spielen, mitzunehmen.“

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