Schalmeienkapelle feiert Geburtstag

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 Das 40-jährige Bestehen der „Dilldabba“ wurde laut gefeiert.
Das 40-jährige Bestehen der „Dilldabba“ wurde laut gefeiert. (Foto: Martin)
Paul Martin

Die Schalmeienkapelle „Dilldabba“ hat am Samstag in der Kißlegger Festhalle ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert. Einer konnte dabei gar nicht mehr aufhören zu grinsen: Martin Gsell, Vorstand der Schalmeienkapelle „Dilldabba“, war mit dem Verlauf des Jubiläumsabends sichtlich zufrieden.

Um ihr Jubiläum zu feiern, hatten die „Dilldabba“ ein Wein- und Mostfest organisiert. Wie es sich für einen runden Geburtstag gehört, wurde mit Freunden gefeiert. Mit dabei waren unter anderem die Schalmeienkapellen und Schalmeienzüge aus Wangen, Isny, Bad Wurzach, Ravensburg, Vogt und Haidgau.

„Sowas brauchen wir auch“, dachten sich einige Kißlegger im Jahr 1978, als sie einen Auftritt der Ravensburger Schwarze-Veri-Schalmeien sahen, erinnerte sich Egon Boneberger, Mitinitiator der „Dilldabba“. 14 Leute gründeten daraufhin im „Ochsen“ die Schalmeienkapelle. Damals habe man viel mit den Schalmeien aus Leutkirch unternommen, erzählte Boneberger. Diese gibt es heute nicht mehr. „Viele, die wir über die Jahre kennengelernt haben, sind wieder von der Bildfläche verschwunden“, bedauert das Gründungsmitglied. Nicht aber die „Dilldabba“.

Egon Boneberger blickte auf die ersten 15 Jahre der „Dilldabba“ zurück und geriet ins Schwärmen, als er von Prunksitzungen großer Karnevalsgesellschaften, dem Schäferlauf in Markgröningen und vielem mehr erzählte. Zum „Fünfjährigen“ hatten die „Dilldabba“ bereits einen so überregionalen Namen erlangt, dass Ministerpräsident Lothar Späth nach Kißlegg reiste. Natürlich fanden auch die Auftritte in der fünften Jahreszeit Erwähnung im Rückblick: „Unvergessen“ sei demnach ein Rosenmontag in Köln, ebenso wie viele Fasnetsmontage in Wangen und die Kißlegger Zunft- und Bürgerbälle.

Kapellen spielen Ständchen

Wolfgang Thanner, der seit 40 Jahren bei den „Dilldabba“ „durchspielt“ und bis heute dabei ist, gestaltete seinen Rückblick ironisch. Da war die Rede vom „bockeligen Aufstieg“ und Auftritten im „windigen Stuttgart, käsigen Emmental und wässrigen Le Pouliguen“. Zum Abschluss rief er seinen Schalmeien zu: „Bleibt gesund und elefantös!“

Die Kapelle aus Unlingen spielte als erste Schalmeienkapelle ein Ständchen. Insgesamt wurde ein breites Repertoire gespielt – von Helene Fischer und Andreas Gabalier bis Highway to Hell. Später brachten unter anderem die Dürmentinger Schalmeien die Turnhallenmauern zum Wackeln.

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