Kleiner Ertrag, große Moral

Lesedauer: 4 Min
 Im letzten Spiel vor der Winterpause verlor Fabian Nadig (vorn) mit der SG Kißlegg in Altheim.
Im letzten Spiel vor der Winterpause verlor Fabian Nadig (vorn) mit der SG Kißlegg in Altheim. (Foto: Thomas Warnack)
Sportredakteur

Ein Sieg gegen die TSG Balingen II, zwei Unentschieden gegen den SV Ochsenhausen und den FC Leutkirch – mehr Erfolge hat die SG Kißlegg zur Winterpause in der Fußball-Landesliga nicht vorzuweisen. „Ich kann nur hoffen, dass es besser wird“, sagt SGK-Trainer Roland Wiedmann nach seinem ersten halben Jahr in ungewohnter Liga.

Die Landung des Bezirksligameisters Kißlegg in der Landesliga war eine extrem harte. Schnell befand sich die Mannschaft am unteren Tabellenende. Dort hat sich die SGK nun auch in die bis Anfang März dauernde Winterpause verabschiedet. Zum Schluss gab es eine knappe 0:1-Niederlage beim FV Altheim. Auswärts blieb Kißlegg damit komplett punktlos. Auch Tore wollten nicht wirklich viele gelingen, mehr als zwei waren es nicht auf fremdem Platz. Im heimischen Krumbachstadion lief es etwas besser. Aber auch nur etwas. Unterm Strich stehen fünf Punkte, zum Tabellenvorletzten SV Dotternhausen sind es schon sechs Zähler Abstand. Das rettende Ufer gar ist eigentlich schon fast außer Sichtweite.

Die Gründe für die schwache bisherige Spielzeit sieht SGK-Trainer Wiedmann vor allem in der Verletztenmisere. „Es kommt alles zusammen“, klagt Wiedmann. Lange hatte er keinen wirklichen Torhüter zur Verfügung, auch in anderen Mannschaftsteilen fehlten immer wieder Stammkräfte. Aber: So wenige Punkte die SG Kißlegg auch holte, so groß war die Moral. Wiedmann hebt ganz deutlich hervor, dass die Trainingsbeteiligung durchgehend hoch blieb. Drei, vier Spieler würden weite Wege nach der Arbeit auf sich nehmen, um trainieren zu können. Das rechne er jedem hoch an, lobt Wiedmann. Er selbst fühlt sich, trotz der sportlichen Misere, gut aufgehoben in Kißlegg, wo er in seinem dritten Jahr ist. „Besser kannst du es als Trainer nicht haben“, sagt Wiedmann.

Ende Januar ist wieder Training

Die Erfahrung seines ersten Landesligajahrs, für den Verein ist es ja immerhin schon der dritte Abstecher in diese Spielklasse, nehme er gerne mit, sagt Wiedmann, der weiterhin daran glaubt, dass durch eine Leistungssteigerung im Frühjahr der Klassenerhalt noch geschafft werden kann. Was ihn aber massiv störe, sei das Verhalten diverser Vereine in dieser Liga. Speziell der FV Altheim habe einen sehr negativen Eindruck bei ihm hinterlassen, sagt Wiedmann. 90 Minuten lang seien er und seine Mannschaft beleidigt worden: „Das war unterste Schublade.“ Er habe sich gefragt, „ob du so etwas wirklich brauchst“.

Wenn er Ende Januar wieder zum Training bitte, hofft er darauf, dass der Kader endlich einmal die Stärke aufweist, die er eigentlich hat. Dann sei einiges möglich. An diejenigen, die den Tabellenletzten schon abgeschrieben haben, richtet er eine Warnung: „Wir werden einigen Mannschaften das Leben schwer machen.“ Die SG Kißlegg hat sich noch lange nicht aufgegeben. Los geht es für die SGK am 3. März, dann ist gleich der Tabellenführer TSV Berg zu Gast im Allgäu.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen