Kißlegger Vereine wollen Fortbildungen für ehrenamtliche Betreuer organisieren

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 In der Gemeinde Kißlegg werden mehr ehrenamtliche Betreuer gesucht.
In der Gemeinde Kißlegg werden mehr ehrenamtliche Betreuer gesucht. (Foto: mauch)
Schwäbische Zeitung

In letzter Zeit habe sich verstärkt gezeigt, dass das Bürgerschaftliche Engagement in der Gemeinde Kißlegg immer gefragter wird, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Vereine „Gemeinsam leben in Waltershofen“ und „Bürger für Bürger in Kißlegg“. Beide Vereine hätten gespürt, dass die Nachfrage im Rahmen der Nachbarschaftshilfe oder den niederschwelligen Angeboten für die Betreuung und Begleitung von Menschen zu Hause zunimmt und an Bedeutung gewinnt. Wie beide Organisationen damit umgehen und welche Möglichkeiten es gibt, das Engagement zu intensivieren, war unter anderem Thema bei der ersten Zusammenkunft.

Mitglieder der Vorstandschaft, Werner Bachmann, Georg Dolhaniuk, Agnes Höpperle, Gaby Hüber, Rita Kohler und Wolfgang Frühschütz, diskutierten dabei die aktuelle Situation. Alle Beteiligten waren sich darin einig, dass die Anforderungen an das ehrenamtliche Engagement durch die gesetzlichen Vorgaben zu hoch seien, heißt es in der Mitteilung weiter. Es sei sehr schwierig, Personen zu finden, die bereit sind, 30 Stunden die Schulbank zu drücken und dann noch ehrenamtlich in den Haushalten tätig zu sein. Da die Helfer für diese ehrenamtliche Betreuungsarbeit einen enormen Teil ihrer Freizeit opferten, sollte sich der Weiterbildungsbereich im kleinstmöglichen Umfang halten. Im Vordergrund stehe die Hilfe und nicht die Organisation, so der gemeinsame Tenor laut Pressebericht.

Dennoch müssten sich alle an die geltenden Verordnungen und Gesetz halten, was bedeutet, dass alle Personen, die in der Betreuung ehrenamtlich tätig sind, 30 Unterrichtseinheiten mit unterstützenden Fortbildungsangeboten organisiert werden müssen. Da es solche Angebote momentan in Kißlegg und Umgebung noch nicht gebe, wollen beide Vereine mit potenziellen Anbietern in Kontakt treten beziehungsweise diese Fortbildungen selbst organisieren. Dafür habe auch Andrea Müller, Mitarbeiterin des Landratsamts Ravensburg, als verantwortliche Person für diesen Bereich, ihre Unterstützung zugesagt.

Gewappnet für künftige Herausforderungen

Ziel soll es laut Pressemitteilung sein, die Anzahl an ehrenamtlichen Personen, die bereit sind, sich in der Betreuung von älteren Menschen zu engagieren, zu erhöhen, um für die künftigen Herausforderungen gewappnet zu sein.

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