Ikowa: Verwaltungsgericht gibt BUND recht

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Der Bebauungsplan für das Interkommunale Gewerbegebiet Waltershofen (Ikowa) wurde für unwirksam erklärt.
Der Bebauungsplan für das Interkommunale Gewerbegebiet Waltershofen (Ikowa) wurde für unwirksam erklärt. (Foto: Archiv)
Schwäbische Zeitung

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) in Mannheim hat einer Klage des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) stattgegeben und den Bebauungsplan für das Interkommunale Gewerbegebiet Waltershofen (Ikowa) für unwirksam erklärt. Dies berichtete der Landesverband des BUND am späten Montagnachmittag in einer Pressemitteilung.

Dieter Krattenmacher, Kißleggs Bürgermeister und Vorsitzender des Ikowa-Zweckverbands, hatte nach eigenem Bekunden das Urteil am Montagnachmittag noch nicht vorliegen und wollte sich daher noch nicht in der Angelegenheit äußern. Auch der Verwaltungsgerichtshof war am Montagabend nicht mehr für weitere Auskünfte zu erreichen.

Der BUND indes ist froh: „Dies ist ein großer Erfolg unseres jahrelangen Engagements gegen das flächenfressende interkommunale Gewerbegebiet. Der VGH bestätigt unsere Position auf der ganzen Linie, dass das geplante Gewerbegebiet weder umwelt-, noch naturverträglich ist und an diesem Standort auf der grünen Wiese nicht realisierbar ist. Auch wurde bestätigt, dass der BUND umfassend klageberechtigt ist“, kommentiert Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesgeschäftsführerin des BUND in Baden-Württemberg, den Gerichtsbeschluss. Laut BUND sei der Bebauungsplan damit vollständig aufgehoben und könne nicht mehr als Grundlage für Erschließungsarbeiten oder Baugenehmigungen dienen.

Krattenmacher will sich erst am Dienstag nach Einsicht des Urteils zu der Sache äußern. Erst danach könne man entscheiden, wie es jetzt weitergeht.

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