FV II erwartet „ganz heiße Kiste“ in Kißlegg

Lesedauer: 4 Min
 Ravensburgs Samuel Walter und Omar Jatta
Ravensburgs Samuel Walter und Omar Jatta (Foto: Christian Metz)
Christian Metz

Tabellenschlusslicht SG Kißlegg erwartet in der Fußball-Landesliga am Sonntag (15 Uhr) die U23 des FV Ravensburg. Aller Voraussicht nach wird die Partie trotz schwieriger Platzverhältnisse auch tatsächlich angepfiffen. „Die Platzverhältnisse sind nicht ideal“, sagt Franz Kempter, Vorstand Abteilung Fußball bei der SG Kißlegg. „Trotzdem werden wir höchstwahrscheinlich spielen. Nach Rücksprache mit Staffelleiter Andreas Schele bleibt uns keine andere Wahl.“

Platzverhältnisse hin oder her – statistisch ist das Spiel zwischen Kißlegg und Ravensburg schon entschieden. Die ernüchternde Saisonbilanz des Tabellenletzten mit nur einem Sieg, lediglich fünf Punkten und 15:56 Toren aus 16 Spielen ist hinlänglich bekannt. Auch der Start ins neue Fußballjahr mit dem 0:5 beim FV Rot-Weiß Weiler macht wenig Hoffnung. Und die Bilanz der SGK gegen den FV II ist verheerend: Seit 2010 trafen die beiden Teams neun Mal aufeinander, immer waren die Ravensburger am Ende Sieger.

Ravensburg will sich von Statistik nicht blenden lassen

FV-Trainer Gerhard Grünhagel wird dennoch alles daransetzen, dass sich seine Spieler von dieser Statistik nicht blenden lassen. „Auf den Tabellenplatz der Kißlegger gebe ich nichts“, meint der Coach. „Das wird eine ganz heiße Kiste. In Kißlegg wird Fußball gearbeitet – da gilt es für meine Mannschaft, wieder eine starke Mentalität zu zeigen.“ Und keine Fehler zu machen: „Wenn wir dem Gegner wieder solche Chancen auflegen wie Biberach und dem VfB, werden auch die Kißlegger Tore schießen“, ist sich Grünhagel sicher. „Und sie werden einen Vorsprung mit einer anderen Mentalität verteidigen als der VfB.“

Seiner Mannschaft rechnet der Trainer hoch an, dass sie sich gegen Friedrichshafen vom 0:2-Rückstand zur Pause nicht hat unterkriegen lassen und am Ende einen Punkt geholt hat. „Immerhin ist das eine gestandene Landesligamannschaft und wir haben eine blutjunge Truppe.“ Eine blutjunge Truppe, die für den Sonntag ihr Spiel umkrempeln muss. Ohne Frage sind die Ravensburger spielerisch überlegen – „aber diese Überlegenheit auszuspielen, wird angesichts der Platzverhältnisse kaum möglich sein“, weiß der Coach und legt sich trotzdem fest: „Unser Anspruch muss es sein, in Kißlegg zu gewinnen.“

Von Statistiken und neun verlorenen Spielen in Serie gegen den FV Ravensburg II lässt sich Roland Wiedmann nicht groß beeindrucken. „Ich habe erst eins verloren“, meint Kißleggs Trainer trocken. „Und das auch nur mit Pech.“ Wiedmann macht sich auch keine allzu großen Gedanken über die Stärken und Schwächen des Gegners vom Sonntag: „Wir werden unser Spiel spielen – und fertig.“

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen