Feldkreuz in Wiggenreute gesegnet

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 Ortspfarrer Beda Hammer segnet das restaurierte Feldkreuz in Wiggenreute.
Ortspfarrer Beda Hammer segnet das restaurierte Feldkreuz in Wiggenreute. (Foto: Edgar Rohmert)
Edgar Rohmert

Die zahlreichen Feld-und Wegkreuze im Allgäu sind wichtige Zeugnisse des christlichen Glaubens. So gibt es allein im Gemeindebezirk Kißlegg 150 Kreuze, die je ihre eigene Historie haben. Eines davon steht seit 1906 in Wiggenreute. Jetzt wurde dieses Feldkreuz nach einer fachkundigen Restaurierung durch Flaschner Wolfgang Huber und Kirchenmalerin Ruth Welte von Ortspfarrer Beda Hammer im Rahmen einer feierlichen Andacht gesegnet.

Ortsheimatpfleger Heinz Linder, der Besitzerfamilie Eugen Lott sowie mehreren Großspendern ist es zu verdanken, dass nach fünf Jahren intensiver Bemühungen das Kreuz in Wiggenreute nun in neuem Glanz erstrahlt. Das Kreuz, das ursprünglich an einer anderen Stelle stand, wurde vermutlich anlässlich eines Unglücksfall gestiftet. Vor der Restaurierung musste es freigeschnitten werden von Ästen und Gestrüpp, denn der starke Bewuchs hatte das Kreuz fast verschwinden lassen. Zu der Segnungsfeier am Sonntag hatten sich zahlreiche Besucher eingefunden. Pfarrer Hammer betonte in seiner Ansprache, welch wichtiges Zeichen das Kreuz für den christlichen Glauben sei. Es stehe nicht nur für die wichtigen christlichen Werte wie Hilfsbereitschaft, Hingabe und Leidensbereitschaft, sondern auch für den Sieg des Lebens über den Tod. Es sei somit auch ein „Siegeszeichen“ über die Mächte der Finsternis und des Bösen. Es solle beschützen, stärken und den Menschen den rechten Weg durch irdische Leben zeigen.

Erstaunlich viele Kreuze und Kapellen sind in den letzten Jahren teilweise mit hohem finanziellen Aufwand liebevoll renoviert und restauriert worden. Dies ist ein lebendiges Zeugnis für die christliche Gesinnung der hiesigen Bevölkerung. Ohne größere Spenden wären die Restaurierungsarbeiten nicht möglich. So gab es für das Wiggenreuter Kreuz Großspenden von Seiten der Gemeinde Kißlegg, des Landratsamtes Ravensburg, der Sparkasse und der Stiftung „Wegzeichen-Lebenszeichen-Glaubenszeichen“.

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