Die Künstlerin Susanne Hammer aus Wien stellt in ihrem Heimatort Kißlegg aus

 Schmuckausstellung im Schauraum Huber
Schmuckausstellung im Schauraum Huber (Foto: Wolfgang Huber)
Schwäbische Zeitung

Eine ungewöhnliche Ausstellung ist derzeit im Schauraum Huber in Kißlegg zu sehen: Statt bildender wird im Kabinett des Schauraums in der Schlossstraße 58/1 erstmals tragbare Kunst gezeigt. Die Schmuckobjekte von Susanne Hammer sind im Grenzbereich zum Design angesiedelt.

Die gebürtige Kißleggerin Susanne Hammer absolvierte nach einer klassischen Schmuckausbildung ein Kunst- und Designstudium in Wien, wo sie seit 1986 lebt und arbeitet. Anlässlich ihres 60. Geburtstags 2020 entwickelte sie gemeinsam mit Wolfgang Huber die Idee, in ihrem Herkunftsort einen Überblick über ihr bisheriges Schaffen zu zeigen. Beide verbindet eine jahrzehntelange Freundschaft und ihr Austausch über Kunst, Design und Handwerk trägt nun in dieser Kooperation erstmals sichtbar Früchte. Corona-bedingt wurde die Ausstellung auf 2021 verschoben und ist nun noch bis 12. Dezember, immer samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen.

Seit Jahrzehnten stehen Halsketten nun schon im Zentrum von Susanne Hammers Schmuckschaffen. Ihr besonderes Interesse gilt dabei den Verbindungsstellen, sowie dem Rhythmus und dem Fluss der Teile. Elementare Fragen sind: Wie folgt ein Teil auf das andere? Wie gestaltet sich die Verbindungsstelle von einem Element zum nächsten? Aber vor allem - wie verhalten sich die einzelnen Teile zum Ganzen? Frei nach Aristoteles, und am Beispiel ihrer Arbeiten, führt Susanne Hammer vor, dass eine Kette nur dann ästhetisch funktionieren kann, wenn „das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile“.

Neben ausgewählten Schmuckarbeiten aus drei Jahrzehnten, die exemplarisch Hammers Arbeitsweise zeigen und ihren internationalen Werdegang dokumentieren, wird eine kleine Werkreihe präsentiert, die Susanne Hammer in Kooperation mit Wolfgang Huber speziell für diese Ausstellung entwickelte. Diese Edition ist gewissermaßen das verbindende Element und bringt Handwerk und Kunst zusammen: Die Schmuckarbeiten nehmen sowohl Material (Zink, Kupfer) als auch spezifische Techniken (Falz- und Wulsttechniken) des Flaschnerberufs auf und übersetzen sie in tragbare Schmuckobjekte.

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