Der Startschuss bei „Käse made in Kißlegg“ fällt mit Mozzarella

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Seit ein paar Tagen läuft das Förderband: der erste Käse der „Käsefreunde Kißlegg“ wird produziert. Vor vier Wochen lief die erste Testproduktion in den Hallen der Käserei. Nun produzieren sie offiziell an zwei bis drei Tagen die Woche. Die Wahl für das erste Produkt fiel auf Mozzarella, der ab jetzt in Bio-Fachmärkten zu finden ist.

Anderthalb Jahre Arbeit stecken hinter diesem Startschuss. Mitte 2016 kauften die Käsefreunde den ehemaligen Arla-Standort in Zaisenhofen. Die Gesellschafter, der Schweizer Käsehersteller Züger Frischkäse AG aus Oberbüren, die Imlig Käserei aus Oberriet sowie der Geschäftsführer Karl-Heinz Kratzer, haben die Käserei „ausgehöhlt und neu aufgebaut“, sagt Geschäftsführer Kratzer. Drei komplett neue Räume wurden für die Käseproduktion eingerichtet.

Eine Produktionslinie läuft momentan, 15 Mitarbeiter sind insgesamt am Standort beschäftigt. Wachstum und Ausbau des Standorts seien für die Zukunft geplant. Jetzt werde aber erst einmal in den kommenden Monaten geschaut, wie sich das erste Produkt entwickle, sagt Christoph Brändle, der bei den Käsefreunden für den Vertrieb zuständig ist: „Der Mozzarella ist erst der Anfang, es ist noch viel Potenzial da.“ Über den Sommer werde nun geschaut, wie der Mozzarella bei den Kunden ankommt.

Die Käsefreunde Kißlegg haben vor wenigen Tagen mit der Produktion begonnen. Der Startschuss ist mit Mozzarella gefallen, der jetzt an zwei bis drei Tagen in der Molkerei in Kißlegg produziert wird. Verkauft wird der Käse ausschließlich über Bio-Fachmärkte. Drei komplett neue Produktionsräume sind am ehemaligen Arla-Standort entstanden, der Mitte 2016 von den Käsefreunden aufgekauft und seitdem saniert wird. 15 Mitarbeiter arbeiten derzeit in der Verwaltung und Produktion

Die Wahl fiel auf Mozzarella als erstes Produkt, weil die Gesellschafter bereits Erfahrung mit Mozzarella einbringen konnten, erklärt Brändle. Außerdem liege der Käse nach wie vor im Trend. „Der Grundstein ist nun gelegt“, sagt Kratzer. Der Zeitplan für den Start der Mozzarella-Produktion hätten sie einhalten können.

Wichtig sei den Käsefreunden bei ihren aktuellen und künftigen Produkten die Regionalität. Die Milch in Bio-Qualität für den Käse stammt nur aus Baden-Württemberg und dem angrenzen Teil Bayerns, erklärt Geschäftsführer Kratzer: „Wir fahren auch zu kleineren Betrieben, die uns nur eine relativ geringe Menge Milch liefern können.“ Die Kunden würden nach wie vor stark zu regionalen Produkten tendieren und würden die heimische Landwirtschaft unterstützen wollen, sind sich Kratzer und Brändle sicher. Und hier wollen sie mit ihrem Käse vom „sympathischen Standort mitten im Allgäu“ punkten.

Auch baulich hat sich schon etwas auf dem Gelände getan: Das Wohnhaus auf dem Gelände der Käserei wurde in Mitarbeiterwohnungen und Verwaltungsräume umgebaut. Bis Herbst soll auch das Haupthaus der Käserei saniert werden, das man von der Wangenerstraße aus sieht.

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