Das ist der neue evangelische Pfarrer von Kißlegg

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 Wird im Kreise von Kirchengemeinderäten und Zeugen von Codekan Gottfried Claß verpflichtet: Kißleggs neuer evangelischer Pfarre
Wird im Kreise von Kirchengemeinderäten und Zeugen von Codekan Gottfried Claß verpflichtet: Kißleggs neuer evangelischer Pfarrer Friedemann Glaser. (Foto: Paul Martin)
Paul Martin

Es war wohl die vorerst letzte personelle Veränderung unter Kißleggs Seelsorgern: Nachdem innerhalb eines guten Jahres das komplette katholische Pastoralteam „ausgewechselt“ wurde, hat seit Sonntag auch die evangelische Kirchengemeinde mit Friedemann Glaser einen neuen Pfarrer.

„Kaum haben wir Pfarrer Scheerer verabschiedet, schon treffen wir uns hier zur Investitur wieder.“ So eröffnete Co-Dekan Gottfried Claß den festlichen Gottesdienst in der vollbesetzten Kirche. Nach etwa zwei Monaten ist mit Friedemann Glaser wieder ein evangelischer Pfarrer vor Ort – und er kam nicht allein: Glasers Frau Fredericke Müller wurde am Wochenende als Klinikseelsorgerin an den Fachkliniken in Wangen verpflichtet, und Sohn Felix ist seit wenigen Wochen Erstklässler an der Kißlegger Grundschule.

„Da bin ich also“, ergriff Friedemann Glaser kurz und bündig das Wort. Dann stellte er sich vor: Geboren ist er vor 55 Jahren in Schwäbisch Hall und in einem hohenloischen Pfarrhaus aufgewachsen. Eine gute kirchliche Jugendarbeit, Besuche von Kirchentagen und die Friedensbewegung der 80er-Jahre hätten ihn schließlich dazu bewegt, Theologie zu studieren.

Im Jahr 2002 wurde er schließlich für zwölf Jahre Pfarrer in Ibtingen und Großglattbach. Bis zu seinem 50. Geburtstag im Jahr 2014: „Da wollte ich etwas anderes, etwas Neues machen.“ So ging er mit seiner Frau in Stellenteilung für die evangelisch-lutherische Kirche nach Florenz. Dort war das Ehepaar Glaser-Müller für ein Gebiet zuständig „größer als die Schweiz“. Nun aber freue er sich, „wieder in Württemberg einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen“.

Die erste Predigt von Friedmann Glaser in Kißlegg drehte sich um die Erweckung des Lazarus. In dieser Schriftstelle stehe für Jesus alles auf dem Spiel, so Glaser. „Es geht um seine Glaubwürdigkeit.“ Es stelle sich die Frage, ob der Tod als Gegenspieler zu groß für Jesus sei. Die Bibel verneine mit der Lazarus-Geschichte. „Der Tod ist nicht mehr der Einschnitt, der alles Leben beendet“, hob Glaser hervor. Denn: „Leben heißt in Beziehung sein und mit Gott sind wir für immer in Beziehung. Dafür ist Jesus der Garant.“

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