Car-Sharing für Kißlegg angedacht

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 Bodensee-Mobil und West-Allgäu-Mobil gehören zusammen und sind Partner von „Flinkster“.
Bodensee-Mobil und West-Allgäu-Mobil gehören zusammen und sind Partner von „Flinkster“. (Foto: Symbol: Weissbrod)

Die öffentliche Sitzung des Verwaltungsausschusses beginnt am Mittwoch, 19. September, um 18 Uhr im Esthersaal des Neuen Schlosses.

Die Gemeindeverwaltung Kißlegg denkt darüber nach, ein Car-Sharing-Projekt ins Leben zu rufen. Das geht aus den Vorlagen für die Sitzung des Verwaltungsausschusses hervor. Dieser tagt am kommenden Mittwoch, 19. September, ab 18 Uhr im Neuen Schloss. Neben Car-Sharing stehen auch der Polizeibericht und Schulsozialarbeit auf der Tagesordnung.

In Isny, Wangen oder Lindenberg sieht man sie schon länger fahren: Autos von West-Allgäu-Mobil. Sie sollen ein praktischer und kostengünstiger Ersatz für ein eigenes Auto sein. Das Prinzip dahinter: Eine organisierte, gemeinschaftliche Nutzung eines Wagens, die auch nur minuten- oder stundenweise möglich ist. Geregelt wird die Mitgliedschaft bei einem Car-Sharing-Projekt über Rahmenbedingungen und einer Mitgliedschaft.

In Wangen seit zehn Jahren aktiv

In Wangen zum Beispiel stehen seit beinahe zehn Jahren drei Fahrzeuge von West-Allgäu-Mobil, einer Abzweigung von Bodensee-Mobil, das von Lindau bis Überlingen Car-Sharing anbietet. Nun soll das Angebot im Allgäu erweitert werden, hier unter dem Namen West-Allgäu-Mobil, erklärt Wielant Ratz, Vorsitzender des Vereins „CarSharing am Bodensee“. West-Allgäu- und Bodensee-Mobil sind Partner-Netzwerke von Flinkster, der Buchungsplattform der Deutschen Bahn, über die die Autos reserviert werden. „Wir sind nicht vergleichbar mit städtischen Car-Sharing-Angeboten. Aber wir haben 50 Autos in der Region stehen und sind somit der größte ländliche Anbieter in Deutschland“, erklärt Ratz.

Im Schnitt teilen sich zehn Nutzer ein Auto, erklärt Ratz: „Das Car-Sharing ist etwa für Familien ein Ersatz für das Zweitauto. Außerdem wird es meistens von Menschen genutzt, die rund um das Zentrum einer Stadt wohnen.“ Im Schnitt würden die Nutzer unter 100 Euro im Monat für die Fahrten mit dem geteilten Auto zahlen. Kurzzeitmieten ab einer Viertelstunde sind möglich. „Das Car-Sahring hier in der Region ist für die Alltagsmobilität gedacht. Um einkaufen zu gehen oder für kleinere Ausflüge zum Beispiel“, erklärt Ratz.

Rathaus und Bürger sollen sich ein Auto teilen

In Kißlegg sei ein Parkplatz am Rathaus angedacht. Verwaltungsmitarbeiter und Bürger sollen sich hier ein Auto teilen. Zum Beispiel tagsüber für Dienstfahrten der Rathausangestellten und abends und am Wochenende für private Fahrten der Bürger. Diese große Auslastung sei ein großer Vorteil, wenn sich die Gemeinde und die Bürger ein Auto teilen würden, erklärt Ratz. In der Sitzung des Verwaltungsausschusses am kommenden Mittwoch wird er das Projekt vorstellen.

Neben Car-Sharing steht auch der Polizeibericht auf der Tagesordnung. Dafür kommen die Polizeihauptkommissare Joachim Haug und Holger Schmidt in die Sitzung. Außerdem wird der Jahresbericht Jugend- und Sozialarbeit besprochen.

Die öffentliche Sitzung des Verwaltungsausschusses beginnt am Mittwoch, 19. September, um 18 Uhr im Esthersaal des Neuen Schlosses.

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