Vortrag: Geschöpfe des Waldes mit Wolf-Dieter Storl

Lesedauer: 2 Min
 Wolf-Dieter Storl streift seit Ende der 1980er-Jahre durch die Wälder des Ällgäus.
Wolf-Dieter Storl streift seit Ende der 1980er-Jahre durch die Wälder des Ällgäus. (Foto: Veranstalter)
Schwäbische Zeitung

Seit dieser Woche läuft der Kartenvorverkauf für einen Vortrag von Wolf-Dieter Storl am Freitag 15. Mai, um 19.30 Uhr im Kurhaus. Unter dem Titel „Wir sind Geschöpfe des Waldes“ gibt der Ethnobotaniker und Kulturanthropologe Einblicke in den Wald sowie in Mythen, Heilkunde, Bilder und Symbole der europäischen Waldvölker.

Die Verbundenheit mit den Bäumen habe evolutionäre Wurzeln, ist Storl überzeugt. Sie entstand demnach vor 70 Millionen Jahren, als sich der Mensch als Primat durchs Geäst tropischer Urwälder bewegte. Über Millionen Jahre hinweg hätten Bäume die Menschheit physisch, seelisch und geistig geprägt. „Der Wald ist unsere Heimat. Bei den Kelten, Germanen, Balten und Slawen galt der Wald als heilig. Man fühlt sich geborgen im Wald. Der Wald ist eine Heimat der Seele“, sagt Storl.

Die ursprüngliche Natur ist für ihn Quelle der Inspiration und Lebensphilosophie. Von Naturvölkern Asiens, Afrikas und Amerikas sowie aus Überlieferungen und Erzählungen europäischer Bauern und Kräuterkundiger erfuhr Storl viel über das Wesen der Pflanzen. Seit Ende der 1980er-Jahre lebt er mit seiner Familie bei Isny, durchstreift Wälder, gärtnert, schreibt Bücher und bietet Seminare an.

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen