Volles Haus beim Ballett-Musical Peter Pan

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Anett Vigh, die die Rolle des Peter Pan innehatte, und Tamina Michalke als Wendy Darling gaben zahlreiche magische Szenen zum Be
Anett Vigh, die die Rolle des Peter Pan innehatte, und Tamina Michalke als Wendy Darling gaben zahlreiche magische Szenen zum Besten. Im Hintergrund: die Tiere des Waldes, John und Michael Darling. (Foto: JGA)
Julia Garthen

Bis auf den letzten Platz besetzt ist am vergangenen Samstag der große Saal des Kurhauses gewesen. „Das ist glücklicherweise immer so bei unseren Aufführungen.“, erklärt Alexandra Weber, Leiterin der Ballettschule Kiwi in Isny. Alle zwei Jahre inszenieren ihre Schüler ein Musical, auf das sie fast ein Jahr im Vorfeld trainieren. Die viele Mühe, die zahllosen Übungsstunden und das Engagement haben sich gelohnt – das konnten alle Zuschauer am Samstagabend live erleben.

Alle beteiligten Tänzer gingen sichtlich in ihren Rollen im Ballett-Musical Peter Pan auf, die Abfolge der verschiedenen Szenen funktionierte einwandfrei und das Publikum wurde mit teils erheiternden, dann wieder sehr ästhetischen wie auch mystischen Bildern beschenkt. Die Geschichte über den Jungen Peter, der niemals erwachsen wird, trägt diverse Stimmungswechsel in sich, sodass der Blick auf die Bühne zu keinem Zeitpunkt der rund 90-minütigen Darstellung langweilig wurde.

Doch das ist nur ein Grund, weshalb Alexandra Weber das Stück ausgewählt hat. „Mir ging es vor allem darum, dass alle Schüler mitmachen können und dass die Geschichte selbst sehr kindgerecht ist. Das habe ich bei Peter Pan gefunden“, erzählt sie.

Damit alle Beteiligten, und das sind immerhin rund 60 Personen, im Vorfeld des Trainings genau wussten, worum es eigentlich ging, hatte die Lehrerin einen Videoabend in ihrer Ballettschule veranstaltet. „Und dann folgten viele Monate intensiven Übens. Es hat Spaß gemacht zuzusehen, wie alle in ihre Rollen reingewachsen sind.“. Auch die Eltern waren hier gefordert. „Zum Schluss bin ich drei Mal pro Woche nach Isny gefahren, um meine Tochter zum Training zu bringen.

Aber das mache ich gerne, wenn ich sehe, wie viel Freude sie am Ballett hat“, beschreibt eine Mutter die Ausmaße der Übungseinheiten kurz vor dem Auftritt. Das Training, das so viel Zeit in Anspruch nimmt, ist auch der Grund dafür, dass die Ballettschule nicht alljährlich mit einem Musical auftreten kann. „Wir trainieren immer ungefähr ein Jahr lang für unseren großen Auftritt. Im darauffolgenden Jahr konzentrieren wir uns dann wieder vor allem auf die Technik“, erklärt Alexandra Weber.

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Jedoch wären ihre Schüler sofort wieder bereit, ein neues Stück einzustudieren, so die Lehrerin lachend. „Sie sind nach ihrem großen Auftritt am Samstag voll motiviert und haben Lust auf mehr. Ich spüre außerdem, dass die Arbeit an Peter Pan die ganze Schule zusammengeschweißt hat.“ Zusätzlich hätten sie und ihre Zöglinge das „größte Geschenk“ für ihre Inszenierung bekommen: die Freude des Publikums. „Nicht nur wir selbst sind glücklich mit unserem Auftritt. Auch die Zuschauer haben die Zeit im Kurhaus genossen. Das macht uns alle sehr froh.“

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