Themenschwerpunkt 2019: „Auf 100 Prozent Erneuerbare umsteigen“

Lesedauer: 4 Min
 Das REFI-Team hinter dem Energiegipfel (v. l.): Guntram Fischer, Paul Roth, Agathe Peter, Dieter Herz, Eckhard Berger, Hellen M
Das REFI-Team hinter dem Energiegipfel (v. l.): Guntram Fischer, Paul Roth, Agathe Peter, Dieter Herz, Eckhard Berger, Hellen Maus und Marc Siebler. (Foto: Stadt Isny/Rau)
Schwäbische Zeitung

Das Regionale Energieforum Isny (REFI) organisiert am Freitag, 22., und Samstag, 23. März, den „11. Isnyer Energiegipfel“. Fachleute informieren laut Ankündigung über Klimawandel, E-Mobilität und zukunftsfähiges Bauen.

Am 22. März berichtet im Rahmen des Eröffnungsabends zunächst der habilitierte Klimaforscher Klaus Pfeilsticker ab 18 Uhr im Kurhaus über „globale und regionale Indikatoren der anthropogenen Klimaänderung“. Der Verfasser des Isnyer Klimaschutzkonzeptes und Initiator vieler kommunaler Anstrengungen in Isny zeigt auf, was die Region beim Klimawandel zu erwarten hat.

Weltweiter Kämpfer setzt Impuls

Ihm folgt Hans Josef Fell, laut Ankündigung „Autor des Entwurfs für das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2000“, Mitglied des Bundestages von 1998 bis 2013 und Präsident der „Energy Watch Group“. Der „Kämpfer für 100 Prozent erneuerbare Energien weltweit“ berate weltweit Parlamente und Regierungen, sein Vortrag trägt den Titel: „Kohleausstieg ist zu wenig – Wir müssen auf 100 Prozent erneuerbare Energien umstellen“. Die anschließende Diskussionsrunde mit den Referenten moderiert Landtagsabgeordneter Raimund Haser (CDU).

E-Mobilität in Unternehmen

Von 9 bis etwa 15 Uhr geht es am 22. März um Elektromobilität in Unternehmen, Kommunen und Gewerbe: Über diese „Zukunftstechnologie“ spricht Amadeus Regerbis, beim Stromkonzern EnBW Leiter Ladeinfrastruktur und Vertrieb E-Mobilität. Charlotte Wallin von der FH Kempten stellt E-Mobilitäts-Coaching für Firmen vor, das Bedenken beim Umstieg auf E-Mobilität nehmen soll.

Die Firma Elobau in Leutkirch setzt seit 2012 auf Elektromobilität, Geschäftsführer Michael Hetzer berichtet von seinen Erfahrungen. Handwerksmeister Karl Kimmerle und Wolfgang Scholz, Leiter des Verwaltungs- und Gebäudemanagements bei Vinzenz von Paul, berichten über den täglichen Einsatz von E-Fahrzeugen in Handwerk und ambulantem Pflegedienst.

Unter dem Titel „Smart Farm“ berichtet Projektingenieur Benjamin Greiff von den Allgäuer Überlandwerken von Tests mit E-Mobilität in der Landwirtschaft. Autohaus-Geschäftsführer Tobias Sirch erläutert die Wirtschaftlichkeit von E-Fahrzeugen und Fördermöglichkeiten bei einer Anschaffung. Am Vormittag können Besucher ein elektrisches Nutzfahrzeug, den „Street-Scooter“ zur Probe fahren.

Chancen in Wohngebäuden

Um Bauen und Sanieren kreist der 23. März von 11 bis 16 Uhr unter dem Motto „Klimawandel wandelt unser Leben. Chancen bei modernen Wohngebäuden mit zukunftsfähiger Gebäudetechnik“. Walter Göppel von der Energieagentur Ravensburg erörtert, was die Region Allgäu-Bodensee-Oberschwaben dazu beitragen kann, die Klimaziele zu erreichen. Sein Kollege Michael Maucher stellt Technik und Förderprogramme für die Eigenstromproduktion vor unter dem Motto: „Und es lohnt sich immer noch.“

REFI-Vorstandsmitglied Dieter Herz spricht über das Zusammenspiel von Gebäudehülle und Technik sowie das Plusenergiehaus. Michael Braun vom Energieinstitut Vorarlberg skizziet, wo erneuerbare Energien grundsätzlich einsetzbar sind.

Finanzierbarkeit des Umstiegs

Die langjährige Bereichsleiterin Baufinanzierung und Immobilien bei der Volksbank Allgäu-Oberschwaben, Agathe Peter, fasst die „Förderlandschaft“ beim Bauen und Sanieren zusammen. Simon Schmerker vom Planungsbüro Herz & Lang zeigt auf, welche Anforderungen diese Förderprogramme praktisch mit sich bringen und was bei einer Altbausanierung wichtig ist.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen