Theaterfestival Isny – die Bilanz 2018

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Isnyer Theaterfestival 2018
Isnyer Theaterfestival 2018 (Foto: Fotos: Matthias Hagmann)

Noch haben nicht alle Vorverkaufsstellen abgerechnet, doch schon am Freitag konnte Vorstand Toni Drescher zufrieden vermelden: „Wir hatten mehr als 5000 zahlende Besucher.“ Der Isnyer Theaterfestivalverein freut sich demnach über eine Steigerung um rund 25 Prozent gegenüber 2017. „Die Veranstaltungen waren so besucht, wie wir’s kalkuliert und erwartet haben – eine erfolgreiche Woche“, hatte Drescher sein erstes Bauchgefühl schon am Montag wiedergegeben. Auch die Workshops hätten „eine gute Zahl“ aufzuweisen, hier sei er „sehr zufrieden“.

Im Team der Helfer und Organisatoren vor Ort hatte er während der neun Veranstaltungstage auch Schätzungen eingeholt, wie viele Menschen überhaupt das Gelände zwischen Gastronomie-, Workshop- und Veranstaltungszelt bevölkerten: „Jeden Abend waren um die 1000 Leute am Platz“, sei überschlagen worden.

Weiteres positiver Fakt – der Camping-Platz: „Unsere Gäste fanden’s erholsam.“ Der Müll habe sich „in Grenzen gehalten“, im Gegensatz zu drei Containern 2017 seien dieses Jahr nur zwei nötig gewesen, um die Hinterlassenschaften zu entsorgen, was Drescher auch auf das Engagement einer „jungen Gruppe“ im Verein zurückführt: „Die haben Schilder mit der Aufschrift ,Futterwiese’ gemalt, was die Camper daran erinnerte, dass hier eigentlich kein Festivalgelände, sondern eine landwirtschaftlich genutzte Fläche ist – und wenn die Schilder umgeworfen waren, haben sie sie auch wieder aufgestellt.“ Nach wie vor „das Schlimmste sind Flaschen und Kippen“, die das Festival-Team bei der Endreinigung am Montagnachmittag einsammeln musste. Geschehe das nicht, habe der Landwirt Scherben im Viehfutter, an denen die Tiere verenden.

Dass der Camping-Betrieb disziplinierter ablief als in der Vergangenheit, führt Drescher auf zwei Punkte zurück: „Wir haben die Regeln konsequenter umgesetzt und unsere Mitarbeiter mehr auf dem Gelände verteilt.“ Appelle an die Vernunft hätten sich auch besser verbreitet, „weil wir unter der Woche ein größeres Team als früher vor Ort hatten, rund 30 Leute, das hat gut geklappt“.

Lob gab es rundum für die Situation in den sanitären Anlagen, für die Daniela (Drescher: „Sie macht das seit Jahren zuverlässig, aber ich kenne nicht mal ihren Nachnamen“) ab 4 Uhr morgens und 16 Stunden am Tag zuständig war: sieben Duschen, vier Waschbecken, mehrere Toilettenwagen. „Das reicht den Gästen, alle waren geduldig, niemand hat sich beschwert“, freut sich der Vorstand.

Wohlgefühlt hätten sich obendrein auch die Künstler, für die im vergrößerten „Backstage“-Bereich drei Zelte mit unterschiedlichem Ambiente aufgebaut waren. „Wir kommen wieder“, ist laut Drescher oftmals zu hören gewesen. Die schwierige Entscheidung darüber, wann das sein wird, liegt weiter beim Programm-Team des rund 100 Mitglieder zählenden Vereins, das 2018 augenscheinlich den richtigen Riecher beim Line-Up hatte. Darauf will Drescher das Festival aber keinesfalls reduziert wissen: „Der Vorstand ist stolz auf die ganze Truppe, die das hier so abwickelt“, lautete sein Fazit schon am Abbau-Montag.

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