Tausende besuchen den 30. Töpfer- und Kunsthandwerkermarkt in Isny

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 Luzia und Eva aus Ravensburg haben in der Kinder-Töpferwerkstatt schon ganz viel geschafft.
Luzia und Eva aus Ravensburg haben in der Kinder-Töpferwerkstatt schon ganz viel geschafft. (Foto: Walter Schmid)
Walter Schmid

Das Angebot ist reichlich und vor allem echt und ehrlich handgefertigt beim traditionellen Töpfer- und Kunsthandwerkermarkt den Bettina Güttinger nun schon zum 30. Mal organisiert. Es ist nicht der Einzige den sie im süddeutschen Raum auf die Beine stellt, insgesamt sind es 27 zwischen Alb und Bodensee. Töpfer, Schmuckdesigner, Steinmetze, Korbmacher, Seifensieder, Näherinnen, Glasbläser und Holzschnitzer zeigen ihr kunsthandwerkliches Können. Alles aus natürlichen Materialien, nur mit der eigenen Hand gefertigt.

Hier sollen Kunsthandwerker zu Wort kommen, die das erste Mal in Isny dabei waren:

Norbert Lutz aus Unterwaching ist eigentlich von Beruf Landschaftsgärtner, hat sich aber schon als Neunjähriger der Lederbearbeitung zugewandt und ist nebenher zum Feinsattler geworden. Aus pflanzlich gegerbtem Rinds- und Wasserbüffelleder kreiert er schmucke Schlüsselanhänger, Armbänder, Köcher und Gürtel. „Der Standort hier im Kurpark ist phänomenal, ich bin nächstes Jahr wieder dabei.“

Elisabeth Zajaczik aus Weißenhorn bietet an ihrem Stand zwischen Stadtbach und Bremenweiher exklusive Kindermoden an. „Kinder werden immer auf die Welt kommen und ein nettes Geschenk braucht man dann für einen Besuch auch immer“, meint sie. Sie selber hätte erst für das eigene Kind zu nähen begonnen und ab dem Zweiten sei die Näherei zur Leidenschaft geworden. Strampler, Hosen, Kissen, Windeltaschen, Kleider, immer neue Kreationen seien entstanden, „so viel, dass ich jetzt anderen damit eine Freude machen kann.“ Der Platz hier in Isny? „Schöner geht’s gar nicht.“

Nina Reitze aus Karlsbad hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Die Krankenschwester hat mit ihren Töchtern die Taschenmanufaktur „LilLeo“ gegründet. Tochter Lili steht mit der Mama im Stand am Bremenweiher und Tochter Leo ist zuhause beim Papa und macht neue Zuschnitte. Was die Märkte von Bettina Güttinger ausmachen? „Kein Gruscht, nur echtes Kunsthandwerk und das Ambiente ist toll.“

Jens Müller ist Metallgestalter aus Neuruppin, bearbeitet zuhause Eisenblech mit dem Plasmabrenner. Im Regal entlang der Isnyer Ach stehen Fackeln aus Eisenblech in denen eine mit Wachs getränkte Toilettenrolle brennt. Auf der anderen Seite des Weges stehen Gartenfeuerstellen aus Propangasflaschen-Rohlingen gefertigt. „Ich fühle mich sehr wohl hier - ein selten schönes Ambiente für einen Kunsthandwerkermarkt.“

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