Performance-Künstler beim Feierabendmarkt

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Schwäbische Zeitung

Die Performance-Show „Heinz baut“ am Freitag, 18. September, kommt nach Isny. Dann thematisiert der Isnyer Feierabendmarkt Asien und gibt den offiziellen Startschuss für das Projekt „Isny liest ein Buch“. Die Aktion zu den Landesliteraturtagen ruft Bürger und Gäste dazu auf, sich Karin Kalisas Roman „Sungs Laden“ zu widmen. Passend zum Inhalt des Buches wird eine Brücke über die Isnyer Espantorstraße entstehen.

„Wenn Heinz baut, dann halten alle den Atem an. Denn gebaut wird ausschließlich mit Holzstäben und Seilen“, heißt es in der Ankündigung. Speziell für die Baden-Württembergischen Literaturtage wird sich der Künstler Julian Bellini, der die Performance „Heinz baut“ seit 2013 interpretiert, in Isny erstmals an eine Brücke zwischen zwei Hauswänden wagen. „Diese Aktion ist eine Premiere für den Artisten und entstand auf Anfrage von uns. Das freut uns natürlich enorm,“ erklärt Katharina Breyer vom Büro für Kultur der Isny Marketing GmbH.

Stab für Stab werde am Rande des Feierabendmarktes, der diesmal auf dem Rossmarkt in der Espantorstraße stattfindet, eine Brücke zwischen dem Seiteneingang des Isnyer Rathauses und dem Tor zum Hinterhof der Stadtapotheke auf der anderen Straßenseite entstehen. Die Aktion startet mit Beginn des Marktgeschehens um 16 Uhr und soll ihren Höhepunkt voraussichtlich rund zweieinhalb Stunden später erleben. Julian Bellini wird dann über die fertige Brücke von einer Hauswand zur anderen gehen. Bis 20 Uhr soll das Bauwerk schließlich wieder komplett verschwunden sein.

„Sungs Laden ist ein zauberhaftes Buch über Veränderung, Annäherung und Weltoffenheit, in dem das Thema Brückenbau eine zentrale Rolle spielt,“ erläutert Katharina Breyer die Hintergründe. Im Roman werden bei Guerilla-Aktionen Brücken mit Bambusstäben über Straßenzüge im Prenzlauer Berg in Berlin gebaut und die Häuserzeilen so verbunden. „Wir freuen uns sehr, dass „Heinz baut“ die Herausforderung angenommen hat. Der Artist schlägt in Isny damit nicht nur eine sichtbare Brücke zum Roman. Die Aktion soll auch an die vielen symbolischen Brücken der Solidarität erinnern, die im Zusammenhang mit Corona in den letzten Monaten hier in unserer Stadt entstanden sind.“

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