NTA-Förderpreis für jungen Aitracher

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 Raphael Gratzl
Raphael Gratzl (Foto: Walter Schmid)
Walter Schmid

Bei der Abschlussfeier an der Naturwissenschaftlich-Technischen-Akademie Isny (NTA) haben nicht nur die Studienabgänger ihre Zeugnisse erhalten, auch die Lehrgangsbesten bekamen Förderpreise. Übergeben wurden diese von den jeweiligen Vertretern der Partnerunternehmen aus der Industrie. Dort absolvierten die Studenten in der Regel die Praxissemester und schrieben dann auch die Bachelor-Arbeit.

Im Fachbereich Chemie wurde Marco Kühnert ausgezeichnet, im Fach Informatik Anna Maria Banhardt und Jonas Klingler in Physik. Der vierte Preisträger war der Student Raphael Gratzl, geboren und aufgewachsen in Aitrach, Abitur in Bad Wurzach. Er wurde von den Vorsitzenden des NTA-Fördervereins, Gisela Nold und Eckard Berger, für sein besonderes, ehrenamtliches, soziales Engagement während des Studiums mit dem Käthe-Grübler-Preis ausgezeichnet.

Käthe Grübler, die Ehefrau des NTA-Gründers, hat vor Jahrzehnten durch ihr soziales Engagement für Schüler und Studenten das menschliche Gesicht der NTA geprägt – und wiederum Jahrzehnte später eben auch der frischgebackene Aitracher Chemie-Akademiker Raphael Gratzl.

Gesellschaftlich besonders wertvoll sei, wenn neben der fachlichen auch soziale Kompetenz zugunsten der Gemeinschaft und des Wohlergehens Einzelner erworben werde. Und dies eigne man sich vor allem bei der Ausübung eines Ehrenamtes an, führte Nold während der Feierlichkeit aus. Während seines Studiums habe Gratzl ehrenamtlich im Team der Weihnachtsvorlesungen und der Lehrerfortbildung mitgearbeitet. Er habe bei den Tagen der Offenen Tür maßgeblich mitgeholfen und als Berater und Begleiter andere Schüler und Studenten in Sachfragen, beim Lernen und bei den Prüfungsvorbereitungen unterstützt, ergänzte Berger.

Wenn Raphael Gratzl selbst die Motivation für sein sozialen Engagements zu beschreiben versuchte, so tauchten immer wieder folgende innere Beweggründe auf: „Kommunikation am Laufen halten“, „Hinzufügen, ergänzen was fehlt.“ „Unterstützen wo nötig.“ „In der Weise experimentieren, dass es alle verstehen, alle etwas lernen, Spaß dabei finden.“ „Keinen auf der Strecke lassen.“ „Zupacken und nicht weglaufen.“

Berger wies auf den besonderen Pluspunkt des sozialen Engagements in einem Lebenslauf hin: „Personalabteilungen bewerten diese Aktivitäten sehr hoch, weil sie dadurch erkennen, dass der neue Mitarbeiter keinen Tunnelblick hat. Vielmehr blickt er offenbar auch auf sein Umfeld – und beweist dadurch Teamfähigkeit.“

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