Neues Sprachprofil am Gymnasium

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Jochen Müller, Schulleiter des Gymnasiums hat im Gemeinderat die Zustimmung zur Änderung der Sprachenfolge geholt.
Jochen Müller, Schulleiter des Gymnasiums hat im Gemeinderat die Zustimmung zur Änderung der Sprachenfolge geholt. (Foto: Jeanette Löschberger)
Jeanette Löschberger

Spanisch als Fremdsprache wird an wenigen Schulen angeboten. Das liege vor allem an den fehlenden Lehrkräften, zeigte sich Jochen Müller, Schulleiter am Isnyer Gymnasium, in der jüngsten Gemeinderatssitzung überzeugt.

Dem wird nun Abhilfe geleistet: Ab dem kommenden Schuljahr haben seine Gymnasiasten die Möglichkeit, ab der 8. Klasse Spanisch als Fremdsprache zu wählen – neben den bisherigen Profilfächern NWT (Naturwissenschaft und Technik) und Sport.

Aktuell beginnen die Schüler am Gymnasium mit der ersten Fremdsprache Englisch in der 5. Klasse, an Französisch führte bisher kein Weg vorbei. Ab der 6. Klasse steht es auf dem Stundenplan und muss mindestens vier Jahre gelehrt werden. In Klasse 8 folgt die Wahl des Profilfachs, bisher NWT, Latein oder Sport. Sport könne nicht jeder Schüler wählen, sagt Müller auf Nachfrage. Dafür stehen maximal 30 Plätze zur Verfügung, denn die Leistungen in den anderen Fächern werden für die Entscheidung hinzugezogen.

„Latein wollen wir weiterhin anbieten, es wird aufgrund des etwas höheren Lernaufwands und der Prüfung nach drei Jahren aber von immer weniger Schülern gewählt“, erklärt der Schulleiter. Neu ist der geplanten Sprachenfolge ist, dass das Latinum nach 4-jähriger Unterrichtszeit ohne diese Abschlussprüfung zuerkannt wird. Peter Clement (SPD) fragt nach, für welche Studienfächer das Latinum überhaupt noch notwendig sei. Müller erklärt, da gebe es viele, er nennt Geschichte, Theologie und Germanistik.

Um die Attraktivität des Fachs Latein beizubehalten, wird die Wahlmöglichkeit nun geändert. Beginnend mit dem Schuljahr 2018/19 können sich Schüler ab Klasse 6 zwischen Französisch und Latein entscheiden. Damit erhalten alle Schüler, die Latein wählen und in Klasse 10 das Fach mit mindestens der Note ausreichend abschließen, die Anerkennung „Latinum“. Gleichzeitig soll den selben Schülern in einem zweiten Schritt im Schuljahr 2020/21 das Fach Spanisch als Profilwahlfach und dritte Fremdsprache angeboten werden. Auf Nachfrage von Peter Manz (CDU), warum in Klasse 8 nicht Französisch ebenfalls zur Wahl stehe, antwortet Müller, dass Schüler, die in Klasse 6 kein Französisch wählen, es in Klasse 8 voraussichtlich auch nicht tun. „Nach Erfahrung im Regierungspräsidium braucht es die Alternative nicht“. In den Gemeinderat kam das Thema, da das Regierungspräsidium für die Korrektur eine Zustimmung der Schulkonferenz benötigt. Diese gab es am 6. Juni. Und es brauchte eine Zustimmung der Stadträte – die erfolgte einstimmig.

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