Neuer Rat wird am Ersten Advent gewählt

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 Sie kandidieren zur Kirchengemeinderatswahl (von links): Roman Maurus, Robert Gödrich, Angela Alber, Wolfgang Stockburger, Jan
Sie kandidieren zur Kirchengemeinderatswahl (von links): Roman Maurus, Robert Gödrich, Angela Alber, Wolfgang Stockburger, Jan Rübsam, Ulrike Pascher, Wieland Felle, Kurt Grillenberger und Jutta Ganzhorn-Müller. (Foto: WS)
Walter Schmid

Wer ein wenig die Interna der evangelischen Kirchengemeinde kennt, ahnt, dass der Kirchengemeinderat eine ganze Menge Verwaltungsaufgaben zu bewältigen hat. Von daher sei es nicht einfach gewesen, nach sechs Jahren wieder eine neue Mannschaft zusammen zu bekommen, war beim Vorstellungsabend zu erfahren.

„Kirchengemeinde und Pfarrer leiten gemeinsam die Gemeinde.“ So steht es jedenfalls in der Kirchenordnung. „Sie sind dafür verantwortlich, dass das Wort Gottes verkündigt wird und der Dienst der Liebe an Jedermann getan wird. Sie sind verpflichtet, bei der Erfüllung dieser Aufgabe zusammenzuwirken.“

„Wer die nicht immer einfache Aufgabe antritt, die Gemeinde finanziell, personell, organisatorisch und geistlich zu leiten, der braucht dazu das Mandat der Gemeinde. Der muss wissen, dass er für dieses Amt beauftragt und mitgetragen ist. Wir bitten Sie daher, Ihre Stimme abzugeben“, schreibt Pfarrer Dietrich Oehring im Vorwort der Kandidatenliste.

Von den Kandidaten war am Vorstellungsabend eine große Bandbreite von Begabungen zu erahnen, auch Elan zu spüren. Und es wurde so manche Idee angesprochen, die ihnen die nächsten sechs Jahre am Herzen liegt, zu realisieren. Wenn 40 Prozent der Gesellschaft nicht mehr mit der Institution Kirche zu tun haben will, müsse man sich dieser Tatsache stellen.

Ein Anliegen müsse sein, dass die schöne Nikolaikirche Heimat des Glaubens bleibt. Nicht die Steine der Mauern sind wichtig, die Steine der Kirche seien die Menschen. Freilich müssen aus dem Glauben heraus auch gute Werke folgen. Diejenigen die bereits eine Amtsperiode hinter sich haben, ist wichtig mitzuteilen, dass Vertrauen zueinander gewachsen ist und sogar Freundschaften entstanden sind. Andere betonen, dass heutzutage das gemeinsame, öffentliche, ökumenische Zeugnis der Christen in der Gesellschaft wichtiger sei denn je.

Drei Kandidaten wohnen und leben im bayerischen Umland, sind aber bewusst der evangelischen Gemeinde beigetreten, wollen hier durch Mitverantwortung heimisch werden.

Moderator und Klinikpfarrer Hartmut Nitsche erklärte Kirche mit dem biblischen Bild vom „Leib Christi“, der aus vielen Gliedern bestehe – und dass alle unterschiedlichen „Gliedmaßen“ wichtig seinen und beteiligt sein müssen am Bau der Kirchengemeinde. Das verbindende „Und“ sei in der Kirche wichtiger als das „Aber“.

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