Mit Mut und Gottvertrauen ins Leben

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51 Jugendliche empfingen durch Weihbischof Thomas Maria Renz in der Kirche St. Maria das Saktrament der Firmung.
51 Jugendliche empfingen durch Weihbischof Thomas Maria Renz in der Kirche St. Maria das Saktrament der Firmung. (Foto: Walter Schmid)
Walter Schmid

Insgesamt 51 junge Isnyerinnen und Isnyer haben vergangenes Wochenende das Sakrament der Firmung empfangen. Zum Einzug der Zelebranten in St. Maria mit Weihbischof Thomas Maria Renz, Pfarrer Edgar Jans, Diakon Jochen Rimmele und den Ministranten sang der Chor „Vivente“ aus Beuren das Lied: „Ich singe für die Mutigen, die ihren Weg suchen. Ich singe für die Vertrauenden, die Gottes Ruf hören, die auch ins Ungewisse gehen mit ihm.“ Die guten Wünsche und Gebete in diesem Liedtext formulierten den thematischen Duktus des Gottesdienstes.

Rimmele erzählte zu Beginn von Gesprächen über „Gott und die Welt“ in der Zeit der sechswöchigen Firmvorbereitung und vom langen Hüttenwochenende in Kleinwalsertal, wo die jungen Leute Selbstvertrauen und Mut an der Fels-Kletterwand beweisen konnten und Vertrauen in die Trainer zeigen mussten. Der Weg zur Firmung sei vom Motto „Mut und Vertrauen“ bestimmt gewesen.

Immer wieder seien die Firmlinge auch auf die Bibelgeschichte im Matthäus-Evangelium Kapitel 14 zu sprechen gekommen, in dem vom verzagten, zweifelnden und manchmal auch sehr mutigen Petrus berichtet wird: Solange er seine Hand nach Jesus ausgestreckt hat, sei er im Ungewissen wunderbar getragen gewesen. Er habe gespürt, was allen Gläubigen (Jesaja 43) versprochen ist: „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst zu mir. Ich lasse dich nicht fallen.“ In einem Fürbittgebet wurde in St. Maria deshalb auch formuliert: „Lass uns in den ’Felswänden’ unseres Lebens darauf vertrauen, dass Du da bist, uns Mut machst und uns Sicherheit gibst.“

Weihbischof Renz sagte in seiner Predigt, dass Hochmut und Übermut zwar menschlich seien, aber etwas anderes sei der Mut, der durch den Glauben an Gott stark gemacht werde: Christenmut beweise Zivilcourage, stehe zur Wahrheit, setze sich für Gerechtigkeit ein, es sei der Mut gegen den Strom zu schwimmen, sich hinten anzustellen, zu dienen. Christenmut wisse: „Der liebe Gott ist auch noch da – in allen Lebenslagen“, sagte Renz.

Zu Beginn der Firmspendung sollten die Jugendlichen das Glaubensbekenntnis der Christen nachsprechen und damit den Schritt vollziehen zur Anerkennung ihrer eigenen Taufe und zum eigenständigen, vollwertigen Christsein in der Kirche. Beim Ritus der Firmung legt der Bischof die Hand auf den Kopf des Firmlings und macht mit dem geweihten Chrisamöl ein Kreuz auf dessen Stirn. Dazu spricht er: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Der Firmpate legt dazu seine rechte Hand auf die rechte Schulter des Firmlings. Jedem Firmling gab der Weihbischof auch ein persönliches Segenswort mit auf den Weg.

Im Schlusswort nach der feierlichen Messfeier dankte Diakon Rimmele seinen ehrenamtlichen Firmhelfern Katrin Rudhart, Brigitte Zacher, Ursula Ludwig, Alfons Holzer, Ulrike Krapf-Grath und ebenso Pfarrer Edgar Jans.

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