„Mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer“

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 Die Route durch und rund um die Isnyer Innenstadt (rot markiert) soll mehrmals „durchradelt“ werden.
Die Route durch und rund um die Isnyer Innenstadt (rot markiert) soll mehrmals „durchradelt“ werden. (Foto: Grafik: Initiative Klimaschutz)
Schwäbische Zeitung

Für den Samstag, 21. September, ruft die „Initiative Klimaschutz Isny“ im Rahmen der Klimaschutz-Aktionstage, die in ganz Baden-Württemberg ausgerufen worden sind, zu einer Fahrrad-Demo auf. Unter dem Motto „Emissionsfrei mobil – mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer“ sollen die Teilnehmer ab 10 Uhr auf einem Rundkurs mehrmals durch die Isnyer Innenstadt touren. Start- und Endpunkt ist am Wassertor/Kirchplatz.

„Erfolgreiche Klimaschutzpolitik muss auf drei Feldern wirken: Energiewende, Agrarwende und Verkehrswende“, heißt es in der Ankündigung der Initiative weiter. Mobilität müsse neu gedacht werden, vom Menschen ausgehend und nicht vom Auto. „Selbstverständlich sind dazu politische Weichenstellungen und Investitionen auf Bundes- und Landesebene notwendig, mit denen attraktive Alternativen für die alltäglichen Mobilitätsbedürfnisse der Menschen geschaffen werden, insbesondere durch den massiven Ausbau des Schienenverkehrs und des öffentlichen Personennahverkehrs – auch im ländlichen Raum“, heißt es dort weiter.

Aber auch in Städten und Gemeinden könne eine Menge getan werden: „Es geht darum, die innerstädtischen Wege vorrangig aus der Perspektive von Fußgängern wahrzunehmen und so zu gestalten, dass sie sich sicher und unbelästigt vom motorisierten Verkehr bewegen können.“ Immer mehr Menschen würden ihre alltäglichen Wege mit dem Rad erledigen, der „E-Bike-Boom“ bringe mehr Komfort und auch größere Reichweite, das Fahrrad werde für neue Zielgruppen zur echten Alternative.

Isny habe nicht zuletzt mit dem Radverkehrskonzept von 2013 schon eine gute Ausgangslage geschaffen. „Da geht noch mehr“, zeigt sich die Initiative Klimaschutz Isny überzeugt: „Wie können die innerstädtischen Wege deutlich fußgängerfreundlicher und wie die Hauptachsen für den zunehmenden Radverkehr ausgebaut und sicher gestaltet werden?“ Auf diese Fragen und kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten für die Verkehrswende will die Rad-Demo am 21. September mehr Aufmerksamkeit lenken.

Direkt im Anschluss laden die Isnyer Kirchengemeinden um 11.20 Uhr zu einer ökumenischen „Klimaschutz-Andacht“ ein und es folgt um 11.45 Uhr das „Klimakrisen-Weckläuten“. Wer mag, kann danach noch zum Plaudern und Picknicken verweilen, Proviant ist selbst mitzubringen.

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