Letzter Jungstorch in Isny ist beringt

Lesedauer: 3 Min
Storchenküken Ida vom Strommastnest.
Storchenküken Ida vom Strommastnest. (Foto: Ulrike Maruszczak)
Schwäbische Zeitung

Die Weißstorchbeauftragte für Baden-Württemberg, Ute Reinhardt, ist Anfang Juli nochmal ins Allgäu gekommen, um das Nesthäkchen der diesjährigen Isnyer Storchenkinder zu beringen, teilen die Storchenfreunde mit. Der Jungstorch, der von seiner Patentante den Namen „Ida“ erhalten hat, ist auf dem Strommastnest am Rainschlössle zuhause.

Ida brachte beim Beringen 2,8 Kilogramm auf die Waage und hat ein gut ausgebildetes Gefieder. „Der Storch ist über den Berg, dem kann schlechtes Wetter nichts mehr ausmachen“, so das Urteil der Storchenexpertin. In den Isnyer Nestern sind in dieser Saison neun Jungstörche aufgewachsen. Allerdings waren 33 Jungstörche aus den Eiern geschlüpft. Den meisten Storchenkindern wurde die Schafskälte mit langen Regenphasen und kühlen Temperaturen zum Verhängnis.

Bei Finn und Finja, dem Storchenpaar das dieses Jahr ein Nest auf dem Sendemast bezogen hat, sitzt ein Jungstorch auf dem Nest. Toni und Antonia vom Lindennest bei der Rainsporthalle haben einen stressigen Sommer, denn da müssen drei hungrige Schnäbel gestopft werden. Paul und Pauline vom Eichennest Nummer 1 beim ehemaligen Ochsenkeller haben haben zwei Jungstörche zu versorgen. Emil und Emilia vom Eichennest Nummer 3 haben ebenfalls erfolgreich zwei Jungstörche groß gezogen. Mathis und Sophie vom Strommastnest am Schlössle haben ein Storchenkind auf dem Nest sitzen.

Alle Isnyer Jungstörche – mit Ausnahme des Nesthäkchens Ida – haben inzwischen erfolgreich ihren Jungfernflug absolviert und sind in den Wiesen rund um Isny unterwegs, um die hungrigen Mägen zu füllen. Am Morgen könne die Storchengemeinde oft in den Rotmooswiesen beim Rainschlössle beobachtet werden.

Isny hat in diesem Jahr 15 Storchennester, in zwölf Nestern wurde gebrütet. Neue Baumnester wurden gebaut, bestehende Nester wurden nicht angenommen oder nicht mehr besetzt, ein Storchennest wurde von Graureihern erobert. In fünf Nestern wurde erfolgreich Nachwuchs großgezogen.

Aktuell könnten beim Abendspaziergang durch die Stadt wieder die ersten Übernachtungsgäste auf Dächern, Türmen, Baukränen und Flutlichtmasten beobachtet werden. Zur Zeit seien es wohnsitzlose Einjährige, die durch’s Land tingeln, Futterangebote prüfen und eventuelle Bauplätze für’s nächste Storchenjahr in Augenschein nehmen.

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen

Leser lesen gerade