Kreativität – bei Grundschülern und beim Hausmeister

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Schulleiterin Anette Oppler, der grüne Drache und seine Schöpfer, die Kinder, in der Pausenhalle.
Schulleiterin Anette Oppler, der grüne Drache und seine Schöpfer, die Kinder, in der Pausenhalle. (Foto: Tobias Schumacher)

Die Grundschule feiert am heutigen 5. Juli auf dem Pausengelände großes Schulfest. Die Eltern bewirten ab 17.30 Uhr, ab 18.30 Uhr unterhalten die Schüler ihre Geschwister, Eltern, Großeltern, sonstige Verwandte und Gäste mit einem bunten Programm: Chorgesang, Sponsorenlauf, Tombola und musikalischer Umrahmung. Zudem wird die vierte Klasse verabschiedet. Ausweichtermin bei schlechtem Wetter ist der 12. Juli.

Das Schulfest ist die zweite große Veranstaltung nach der Schulkunstausstellung, zu deren Vernissage viele Eltern und Großeltern gekommen waren, wie auch interessierte Nachbarn, die am Schulgelände wohnen. Schulleiterin Anette Oppler hob bei der Vorstellung der Ergebnisse des mehrwöchigen Kunstprojekts hervor: „Wir brauchen kreative Köpfe, Kreativität ist eine Schlüsselqualifikation.“ Den Kindern erklärte sie, dass der Begriff aus dem Lateinischen komme, wo „creare“ sowohl „neu schöpfen“, aber auch „geschehen und wachsen“ bedeute. Mit dem Angebot an die Kinder, eigene Kunstwerke zu schaffen, werde der „Samen gelegt“, dass Kreativität wachse.

„Mächtig unterstützt“ hätten die Kinder Harald Unmuth sowie Elisabeth, Eva und Franz Sauterleute von der gleichnamigen Kunstschule aus Leutkirch. „Ihr seid die Profis, ihr habt für vieles den Anstoß gegeben – einen ganz großen Dank an euch“, sagte Oppler unter dem Beifall der Schüler und Vernissage-Gäste.

In ihren Dank schloss sie neben dem Kollegium („Es war ein Geschenk, dass ihr Zeit, Energie und Begeisterung investiert habt.“) die Volksbank Allgäu-Oberschwaben für eine 1000-Euro-Spende ein, unterstrich vor allem aber die Unterstützung des Fördervereins: „Ohne ihn hätten wir das nicht bezahlen können.“ Im Blick hatte die Schulleiterin die Kunsterzieher wie auch die vielen Materialien für Bilder, Radierungen, Drucke oder den riesigen grünen Drachen aus Pappmaché.

Der hängt künftig in der Pausenhalle an der Decke dank Hausmeister Josef Sontheim, der ihn sicher befestigt und „mit viel Geduld, Fachwissen und Kreativität überlegt hat, was wo hinkommt, der alles hergeschleppt, festgemacht und aufgehängt hat“, merkte Simone Hofer, Lehrerin der ersten Klasse, beim Rundgang durch die Ausstellung an.

Elisabeth Sauterleute berichtete „von unglaublich bezaubernden Resultaten“ in den Workshops, von neuen „Bild-Ideen“, die sich in Gemeinschaftsarbeit entwickelt hätten, von „reizvoller Feinmotorik“, die sie bei Handarbeiten beobachten konnte und „starken Denkleistungen“ bei Graffiti-Arbeiten und beim Schablonen-Schneiden. Sie freue sich, dass die Schüler „Kunstwerke hinterlassen, die denen, die euch nachfolgen, von eurer Kreativität erzählen – vor allem der Drache, der viel, viel größer ist als ihr selbst, euer Schutzdrache, wie ihr ihn genannt habt“.

Das Pappmaché-Ungetüm ist der zweite Drache in der Pausenhalle, wo ein Wandmosaik St. Georg zeigt, den Drachentöter, Schutzpatron der Neutrauchburger Grundschule.

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