Kirchensanierung in Beuren wird teurer

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 Die Kirche St. Petrus und Paulus in Beuren wird umfangreich saniert. Extreme Witterungsverhältnisse erschweren die Termineinhal
Die Kirche St. Petrus und Paulus in Beuren wird umfangreich saniert. Extreme Witterungsverhältnisse erschweren die Termineinhaltung der Sanierungsmaßnahmen bis zum möglichen Einzug von Fledermäusen. (Foto: Gisela Sgier)
Redaktionssekretariat

Die Sanierungsarbeiten an der Kirche St. Peter und Paul laufen seit Mitte Oktober auf Hochtouren. Die veranschlagten Kosten für Bauabschnitt I und II betragen 1 119 000 Euro. Zu Beginn der Baumaßnahmen wurden starke Schäden durch einen Hausschwammschimmelbefall festgestellt, der zusätzliche Kosten von 149 000 Euro verursacht.

Die katholische Kirche St. Peter und Paul, die im 15. Jahrhundert erbaut wurde, ist in die Jahre gekommen und wird aktuell umfangreich saniert. Aufzeichnungen ergeben, dass die erste Verlängerung des Gotteshauses nach Westen hin, im Jahre 1793 erfolgte. 1884 erfolgte nochmals eine Verlängerung des Langhauses. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Chor nach Osten und Norden vergrößert. Durch den danach erfolgten Einbau des Deckengewölbes hat sich die Statik des Dachstuhls verändert. Seither ist eine lange Zeit vergangen und am Gotteshaus nagt der Zahn der Zeit. Seit Mitte Oktober laufen die Sanierungsmaßnahmen, die in zwei Bauabschnitte eingeteilt sind und insgesamt 1 119 000 Euro kosten. Ein großer Teil der Kosten wird von der Diözese übernommen. Ein weiterer Teil stammt aus den Rücklagen sowie einer Kreditaufnahme. Der voraussichtliche Spendenanteil der Kirchengemeinde liegt bei 50 000 Euro.

Begonnen wurde Mitte Oktober zunächst mit Bauabschnitt I, der unter anderem folgende Maßnahmen vorsieht: Ertüchtigung der statischen Konstruktion im Dachtragwerk durch Reparatur der morschen Schwellen und Sparren, Stahlbauarbeiten und Einbau von Verspannungen, Erneuerung der Dachziegel und damit verbundene Gerüstarbeiten, Ergänzung und Erneuerung der Spenglerarbeiten, Dränarbeiten sowie Ertüchtigung der Regenwasserentwässerung, Erneuerung der Läutemaschinen samt Ziffernblätter sowie Erneuerung der Schallschäden. Mit Beginn der genannten Maßnahmen stellte sich jedoch ein starkes Hausschwammaufkommen im Dachbereich heraus, das zu weiteren unumgänglichen Kosten von geschätzten 149 000 Euro führt. Ein Antrag für die Mehrkosten wurde bereits bei der Diözese Rottenburg gestellt. „Der Hausschwammpilz hat im Dachgebälk für extreme Schäden gesorgt. Deshalb mussten wir alles was angegriffen gewesen ist, herausreißen und wieder so herstellen wie es einmal war“, sagt Vorarbeiter Markus Dietenberger. Stark winterliche Witterungsverhältnisse haben den Fortgang der geplanten Maßnahmen beeinträchtigt. Trotzdem wurde mit vollem Einsatz weitergearbeitet, damit bis zum Einzug von Fledermäusen, die dem Naturschutz unterliegen, die Baumaßnahmen abgeschlossen werden können. Anschließend steht Bauabschnitt II auf dem Programm, der weitere zahlreiche Maßnahmen, auch im Innenraum der Kirche vorsieht.

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