Kaffeebohne eröffnet wieder im Werkhaus

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Das Team des Werkhaus bei der Wiedereröffnung: Rita Kowal (von links), Manuela Ficociello, Franz Netzer (Mitarbeiter in der Wer
Das Team des Werkhaus bei der Wiedereröffnung: Rita Kowal (von links), Manuela Ficociello, Franz Netzer (Mitarbeiter in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung), Holger Dirkes, Claudia Müller und Rolf Jehle (Direktor). (Foto: Jeanette Löschberger)
Jeanette Löschberger

Die Kaffeebohne ist umgezogen. „Die Räumlichkeiten in der Obertorstraße waren nicht ideal für unsere Zwecke“, so erklärt Rolf Jehle, Direktor des Stephanuswerks, den Wechsel. An erster Stelle steht für die Einrichtung die Integration von behinderten Menschen, Rehabilitanten und Umschülern in den Alltag, die Arbeitswelt sowie in eine Arbeitsatmosphäre, die von Respekt und Toleranz im Umgang miteinander getragen wird. Daher sei der Umzug in das Werkhaus ein logischer Schritt gewesen.

Das Gebäude wurde dafür im Innenraum neu gestaltet. Hell und freundlich werden die Besucher empfangen. An der Kaffee-Theke gibt es die bewährten Kaffee- und Teespezialitäten. Im hinteren Teil des Werkhauses befinden sich nach wie vor vier bis sechs Arbeitsplätze für behinderte Menschen, außerdem die Regale mit verschiedenen „Upcycling-Produkten“ aus der Werkstatt und aus der Töpferei, die zum Verkauf angeboten werden.

„Es ist unglaublich, was für tolle Dinge hier unter der Leitung von Heilerziehungspflegerin Erika Hermann-Schöllhorn entstehen“, sagt Jehle. In der „Gläsernen Produktion“ werden kunsthandwerklich-kreative Produkte hergestellt. Unter der Anleitung von Arbeitserzieherin Rita Kowal und Claudia Müller, die vorwiegend für den gastronomischen Bereich zuständig ist, entstand im Werkhaus ein besonderes Ambiente, um Menschen mit Handicap einen weiteren Schritt hin zur Inklusion zu eröffnen. Im Außenbereich kann man in der Sonne sitzen, dort werden in den nächsten Wochen weitere Sitzplätze auf einer Terrasse entstehen.

Sorgen um die Kunden macht sich Jehle nicht. „Wir sind für Radfahrer, Fußgänger und mit dem Auto sehr gut zu erreichen. Die Senioren aus der Sonnenhalde kommen gerne vorbei und die Bewohner des Stephanuswerks sowieso. Die freien Parkplätze vor dem Haus bieten sich für diejenigen, die zum Mittagstisch kommen an und für die Anwohner des Neubaugebiets an der Felderhalde sind ebenfalls wir gut erreichbar.“

Produkte sind online erhältlich

Außerdem kann Jehle mit dem gut eingeführten Online-Shop rechnen, in dem etwa 15 Sorten Kaffee, darunter auch Kaffeepulver in recycelbaren Holzkapseln, und über 30 Teesorten verkauft werden. Aus der Schokoladenmanufaktur kommen kreative Tafelkombinationen und Pralinen. Die Produkte aus der Werkstatt können ebenfalls online bezogen werden. Weiterhin können die Kaffee und Schokoladenseminare gebucht werden. „Die Hoteliers in der Region bieten das ihren Gästen gerne an“, weiß Jehle.

Das bewährte Programm mit Musikveranstaltungen, Lesungen und Workshops wird auch im Werkhaus fortgeführt. Mit den Bewohnern des Seniorenheims Sonnenhalde sollen zum Thema Begegnung regelmäßige Treffen frei nach dem Motto „nähen, lesen, tratschen“ stattfinden – „auch hier ist die räumliche Nähe ein Vorteil“, ist sich Jehle sicher.

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